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Kenia: Die Probleme bei der Wurzel packen – Entwicklungsminister Müller besucht Dadaab

 
Meldung vom 30.03.2016

Gerd Müller ist am Sonntag (27.03.2016) zu einer Afrika-Reise aufgebrochen. Er fordert mehr Engagement für Afrika. Denn sonst, so sein Ansatz, kommen noch größere Probleme auf Europa zu.

Wer direkt in Krisenregionen eingreift, wo jeder Euro um ein Vielfaches wirkt, der erspart sich eine Menge Schwierigkeiten. Das ist immer wieder Gerd Müllers (CSU) Botschaft. Am Sonntag hat sich der Bundesentwicklungsminister aus Bayern zu einer Reise nach Ostafrika aufgemacht. Experten warnen vor großen Flüchtlingsströmen aus Afrika. Sie machen auf das rasante Bevölkerungswachstum und die gleichzeitige Armut von Subsahara-Afrika aufmerksam. Das könnte in den kommenden Jahren und Jahrzehnten zu einer großen Abwanderung führen.

„Wenn wir nicht mehr Engagement und Interesse am Schicksal Afrikas zeigen, werden sich viele Afrikaner auf den Weg nach Europa machen“, prognostiziert auch Müller. Ziel seiner Afrika-Reise sind die Länder Kenia, Tansania und Dschibuti. Kenia und Tansania werden als Stabilitätsanker in der Region eingestuft, auch wenn sie selbst noch nicht alle Probleme gelöst haben. In beiden Ländern ist Deutschland im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit aktiv, unterstützt werden Projekte zur Entwicklung der Landwirtschaft oder zur Verbesserung des Gesundheitssystems.

Kenias Nachbar Somalia ist dagegen seit mehr als zwei Jahrzehnten das Krisenland im Osten des Kontinents. Kenianische Soldaten werden im Nachbarland eingesetzt, um die islamistische Al-Schabaab-Miliz zurückzudrängen, die Extremisten der Miliz starten auch immer wieder Übergriffe auf Kenia. Das Land musste schon mehrere verheerende Anschläge erdulden. Zudem sind in Kenia mehr als 660.000 Flüchtlinge untergekommen, die meisten aus Somalia oder Süd-Sudan. Allein im Flüchtlingscamp Dadaab nahe der Grenze zu Somalia haben 350.000 Menschen Schutz gesucht. Dieses Flüchtlingslager, das mehr einer Stadt gleicht, ist das größte der Welt. Eine kurze Visite dorthin steht auf dem Besuchsplan des Ministers.

In Tansania befindet sich fast ein Drittel der Menschen unterhalb der nationalen Armutsschwelle. Selbst das anhaltende Wirtschaftswachstum ändert nichts daran. Der starke Bevölkerungszuwachs saugt den Fortschritt einfach auf. Der jungen Generation in Afrika stünden jedoch eine bessere Zukunft und Perspektiven zu, sagt Müller. Oft würden zudem die Chancen vernachlässigt, die in den 54 Ländern des Kontinents lägen, wenn man mit denen zusammenarbeite, die Afrika nicht ausbeuten, sondern eine erfolgreiche Zukunft für den Kontinent im Sinn haben.

„Wir können noch mehr als bisher in Bildung investieren, wirtschaftliche Impulse setzen und eine fairen Handel ankurbeln“, betont der Minister. Denn: „Solche Investitionen sind auch Investitionen in unsere Zukunft.“ Und er fügt hinzu: „Wenn wir nicht Teil der Lösung der Probleme Afrikas sind, kommen die Probleme zu uns.“






Quelle: „Merkur“, www.merkur.de

Schlagwörter: Kenia, Gerd Müller, Entwicklungsminister, Entwicklungszusammenarbeit, Dadaab, Flüchtlinge, Flüchtlingslager, Perspektiven, Europa, Engagement, Armutsschwelle, Afrika-Reise