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Philippinen: Antikorruptionsbehörde stellt Schmuck von Imelda Marcos im Internet aus

Meldung vom 30.03.2016

Diademe aus Diamanten, Kolliers aus Ei-großen Saphiren, prächtige Ohrgehänge aus Perlen – der philippinische Diktator Ferdinand Marcos und seine Frau Imelda führten einen ausufernden Lebensstil. Jetzt hat die philippinische Regierung die Juwelen, die Imelda nach ihrer Flucht zurücklassen musste, zur Abschreckung im Internet ausgestellt. Zudem soll ein Teil ihrer abartigen Schmucksammlung versteigert werden.

Die Schmucksammlung des gestürzten philippinischen Diktators Ferdinand Marcos und seiner Frau Imelda wurde auf einen Wert von umgerechnet rund 19,3 Millionen Euro geschätzt. Nun kann jedermann die edlen Stücke im Internet begutachten. Dort hat sie die philippinische Antikorruptionsbehörde zur Ansicht eingestellt.

Die Behörde will der Bevölkerung so dokumentieren, welches Ausmaß an Korruption in dieser Zeit herrschte. Auf ihrer Internetseite erklärte die Behörde, mit der Sammlung sollen der derzeitigen Generation die „Exzesse und die Extravaganz“ des Marcos-Clans während der Diktatur vor Augen geführt werden. Betrachten kann man die Bilder auf Facebook und Twitter. Die Philippinen befinden sich mitten in einer Wahlkampfperiode. Der Sohn von Imelda Marcos kandidiert. So ist es sicher kein Zufall, dass die philippinische Regierung hier eine Anti-Marcos-Kampagne verfolgt.

Zusätzlich zu den Fotos geben die Beamten auch an, was mit dem Geld für diese Stücke auch Gutes hätte bewirkt werden können: So hätte ein mit Diamanten besetztes Diadem die Kosten gedeckt für die Behandlung von 12.052 Tuberkulose-Fällen.

Die Antikorruptionsbehörde hat sich vorgenommen, die nach dem Sturz von Marcos im Jahr 1986 gefundenen Schmuckstücke zu veräußern. Die „Virtuelle Schmuckausstellung“ ist demnach seit Mitte März 2016 im Internet zu finden und wird fortlaufend aktualisiert.

Marcos und vor allem seine Frau Imelda waren zu Herrscherzeiten für einen äußerst luxuriösen Lebenswandel berüchtigt, während die Bevölkerung immer tiefer in die Armut absank. Im Zuge der Revolution von 1986 emigrierte die Familie in die USA, wo Ferdinand Marcos drei Jahre später starb. Seine Witwe kam später in ihre Heimat zurück. Ihr Sohn Ferdinand Marcos Jr. zieht nun bei der Wahl im Mai 2016 für das Amt des Vizepräsidenten ins Rennen. Kritiker warnen davor, dass der Marcos-Clan erneut an die Macht kommen könnte. Man kann beobachten, dass Teile der philippinischen Bevölkerung aus Nostalgie und Unwissenheit wieder mit einer starken Führungsfigur wie dem Marcos-Spross sympathisieren.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Spiegel Online“, spiegel.de

Schlagwörter: Philippinen, Imelda Marcos, Schmuck, Versteigerung, Marcos-Clan, Diademe, Diamanten, Kolliers, Saphire, Bereicherung, Diktatur, Wahl, Wahlkampf, Wahlkampagne, Ferdinand Marcos Jr., virtuelle Schmuckausstellung, Korruption, Internet