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Afghanistan: Hundedame Lucca erhält Tapferkeitsmedaille

 
Meldung vom 07.04.2016

Auch Vierbeiner dienen bei der ISAF. Das Militär setzte sie in Afghanistan zu Hunderten ein – Sprengstoffsuchhunde. Beim Erschnuppern von Bomben in Afghanistan riskierte Lucca regelmäßig ihr Leben. Vier Jahre nach einem verhängnisvollen Tag für die deutsche Schäferhündin wurde sie nun mit einer Medaille ausgezeichnet.

Lucca wurde gedrillt, um Menschenleben zu bewahren – notfalls im Austausch gegen das eigene. Die deutsche Schäferhündin war für die US-amerikanische Marine im Irak und in Afghanistan sechs Jahre aktiv. Ihr Job bestand hauptsächlich darin, mit ihrer Spürnase Bomben zu finden. Im Jahr 2012 stieß sie auf einen selbstgebastelten Sprengkörper, der explodierte. Lucca wurde schwer verletzt, ihr Vorderlauf musste amputiert werden. Nun wurde der dreibeinigen Hundedame für ihre Dienste eine Tapferkeitsmedaille für Tiere verliehen.

Zusammen mit ihrem Besitzer Christopher Willingham ließ sich die mit mittlerweile 12 Lebensjahren recht betagte Schäferhunddame ihre Auszeichnung umhängen. Sie wurde dafür extra aus ihrem heutigen Wohnort Kalifornien nach London gebracht – mittlerweile hat sie ein glückliches Leben.

Willingham, der mit seiner Hündin zweimal im Irak im Einsatz war, berichtet: „Lucca ist ein spezialisierter Suchhund. Sie wurde ausgebildet, um Sprengstoff zu finden.“ Sie hätte ihren Job großartig gemacht. Nie sei ein Soldat während einem ihrer rund 400 Einsätze verletzt oder getötet worden. Lucca selbst aber konnte in Afghanistan nur haarscharf dem Tod entrinnen.

Willingham, der seinen Hund für diesen Einsatz einem anderen Soldaten mitgab und nicht dabei war, erinnert an Luccas schwarzen Tag: „Die Einheit untersuchte ein Gebiet und Lucca lief voraus. Sie entdeckte eine IED (improvised explosive device, also: eine unkonventionelle Sprengvorrichtung) und die Einheit schwärmte aus, um nach Sekundärsprengsätzen zu suchen. Unglücklicherweise explodierte ein solcher und nahm Lucca das Vorderbein.“

Die Hündin sei sofort per Helikopter ausgeflogen und notoperiert worden, weswegen sie heute noch am Leben sei. Bereits nach zehn Tagen habe sie sich trotz des amputierten Beines wieder bewegen können. „Das Beste ist, dass sie nach dem Unfall immer noch die selbe Persönlichkeit wie vorher hat“, betont Willingham.

Heute wird Lucca gehegt und gepflegt in ihrem verdienten Ruhestand im sonnigen Kalifornien mit dem Soldaten und seiner Familie. Die Medaille wurde Lucca von der wohltätigen Tierhilfsorganisation People's Dispensary for Sick Animals (PDSA) zuerkannt, die grob übersetzt so viel heißt wie „Eine Apotheke von Menschen für kranke Tiere“. Die nach ihrer Gründerin Maria Dickin benannte „Dickin Medal“ ist beschriftet: „For Gallantry – We also serve“ (Für Tapferkeit – auch wir dienen). Die Medaille ist in Großbritannien die höchste Ehrung für Tiere im Militärdienst. In Ausnahmefällen, wie dem von Lucca, geht sie auch an ausländische Tiere. Bisherige Medaillenträger sind Brieftauben, Hunde, Pferde und Katzen.






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Stern“, stern.de

Schlagwörter: Afghanistan, Lucca, Tiere, Sprengstoff, Sprengstoffsuchhund, Suchhund, Schäferhund, Militär, Erschnuppern, Bombe, Tapferkeitsmedaille, Militär, ISAF, IED, Kalifornien, Dickin Medal, Auszeichnung, Verletzung, dreibeinig