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Afghanistan: Sturm auf Kunduz

Meldung vom 19.04.2016

In Afghanistan sind heftige Gefechte um die Stadt Kunduz entbrannt. Die Taliban haben eine gewaltige Schlacht um die strategisch wichtige Stadt eröffnet. Die Regierungsarmee versucht, dem Angriff standzuhalten. Traurige Statistik: Mit dem Erstarken der Islamisten sind laut UN wieder mehr getötete Kinder zu beklagen.

Radikalislamische Taliban und afghanische Einheiten stehen in einem unerbittlichen Kampf um die Provinzhauptstadt Kunduz. Die Regierungstruppen hätten die Stadt bislang bei mehreren Angriffen der Extremisten erfolgreich verteidigt und Dutzende von ihnen erschossen, teilten die Behörden am Sonntag (17.04.2016) mit. Die Taliban hatten die nordafghanische Stadt im vergangenen Jahr vorübergehend eingenommen, waren danach aber wieder zum Rückzug gezwungen worden.

Kurz nach Beginn ihrer Frühjahrsoffensive zu Wochenbeginn konzentrierten die Taliban ihre militärischen Kräfte auf den Angriff auf Kunduz. Unterschiedliche Angaben wurden zu der Zahl der getöteten Taliban gemeldet. Die Polizei in Kunduz gab an, 49 seien in den jüngsten Gefechten gestorben und 61 verletzt worden. Das Verteidigungsministerium in Kabul bezifferte am Sonntag 38 Tote und 13 Verletzte innerhalb der vergangenen 24 Stunden.

Die Islamisten haben seit dem Abzug der internationalen Kampftruppen Ende 2014 an Durchschlagkraft gewonnen. Der NATO zufolge unterstehen ihnen zwar nur sechs Prozent von Afghanistan, allerdings ist ein Drittel des Landes umkämpft. Die Regierung in Kabul habe über 70 Prozent des Landes die Kontrolle.

Im September konnten die Taliban mit der zeitweisen Besetzung von Kunduz, wo die Bundeswehr bis vor zwei Jahren stationiert war, den größten militärischen Erfolg seit ihrem Sturz 2001 verbuchen. Die Bundeswehr ist im Rahmen des Einsatzes Resolute Support immer noch mit etwa 900 Soldaten in Afghanistan und Usbekistan aktiv.

Mit den zunehmenden kriegerischen Aktionen der Taliban ist nach Einschätzung der Vereinten Nationen die Zahl der getöteten Kinder angestiegen. Allein von Januar bis März 2016 haben 161 Kinder bei Kämpfen ihr Leben verloren. Die Gefechte machen nicht Halt vor Schulen, Spielplätzen und in Wohngebieten. 449 Kinder haben Verletzungen davongetragen, erklärte die Organisation weiter. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wuchs die Zahl der Opfer damit um ein Drittel.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Die Tageszeitung“, taz.de

Schlagwörter: Afghanistan, Kunduz, Kundus, Taliban, Frühjahrsoffensive, Kinder, Tote, Zivilisten, Gefechte, Kämpfe, Islamisten, Bundeswehr, Armee, Soldaten