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Äthiopien marschiert offenbar erneut nach Somalia ein

Meldung vom 20.05.2009

Äthiopien hat Berichte von Augenzeugen bestritten, wonach seine Truppen erneut militärische Operationen in das Nachbarland Somalia durchführen. „Kein äthiopischer Soldat ist nach Somalia eingedrungen“, erklärte Regierungssprecher Ermias Legesse in einem Telefonat mit der Nachrichtenagentur AFP in Addis Abeba.

Medienberichten zufolge sollen äthiopische Truppen jetzt nur wenige Monate nach ihrem Abzug erneut auf somalischen Boden vorgedrungen sein. Der Einmarsch erfolgte in Gebiete, in der radikalislamische Milizen die somalische Übergangsregierung zunehmend in Bedrängnis bringen. Das meldete der britische Rundfunksender BBC unter Berufung auf Augenzeugen. So hätten äthiopische Soldaten in Kalabeyr Stellung bezogen, welche eine strategisch wichtige Stadt nahe der äthiopischen Grenze ist.

Die äthiopischen Soldaten stellten den Angaben zufolge Straßensperren in der Nähe der Stadt Beledweyne im Westen Somalias auf. „Es sind viele, und sie haben Panzer und auch Lastwagen mit Raketenabwehr-Anlagen oben drauf“, teilte ein Augenzeuge mit, der auf dem Weg nach Beledweyne von dem Bus aus die Aktivitäten der Truppen aus dem Nachbarland beobachten konnte. Ein Lastwagenfahrer gab seinerseits an, dass die Soldaten alle Autos kontrollierten und sich nach ihrem Fahrziel erkundigen. „Sie haben aber niemanden festgenommen.“

Auch der somalische Onlinedienst Garowe online berichtet, dass 18 Lastwagen mit äthiopischen Truppen die Grenze passiert hätten und einen Stützpunkt in der strategisch wichtigen Stadt Kalabeyr errichtet hätten.

Der Einmarsch der äthiopischen Truppen könnte auf die jüngsten Erfolge der islamistischen Al-Shabab-Miliz in Somalia zurückgeführt werden, der Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida nachgesagt werden. Die Rebellen hatten vor wenigen Tagen die Stadt Jowhar besetzt, die Heimatstadt des somalischen Präsidenten Sharif Sheikh Ahmed.

Jowhar befindet sich 90 Kilometer nördlich der Hauptstadt Mogadischu. Von dort aus sind die Kämpfer der Al-Shabab-Miliz weiter nach Norden aufgebrochen. Offenbar beabsichtigen die Rebellen, die 300 Kilometer entfernte Stadt Beledweyne einzunehmen, in deren Nähe nun die äthiopischen Truppen Stellung bezogen haben. Seit fast zwei Wochen haben Al-Shabab und andere Gruppen ihre Angriffe verschärft.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Der Standard“, derStandard.at