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Afghanistan: Ehemalige US-Kommandeure raten zu weiterer Militär-Präsenz

Meldung vom 06.06.2016

US-Kommandeure und Geheimdienstmitarbeiter empfehlen US-Präsident Barack Obama, die Truppenstärke der ISAF in Afghanistan derzeit nicht weiter zu verringern. Eigentlich sollte die Zahl der amerikanischen Soldaten in Afghanistan bis 2017 auf 5.500 Soldaten sinken. Doch Generäle verlangen, die Truppen nicht wie geplant abzuziehen.

13 hochrangige ehemalige US-Kommandeure und US-Botschafter in Afghanistan haben von einem weiteren Truppenabzug aus dem Land dringend abgeraten. In einem offenen Brief im amerikanischen Magazin The National Interest wenden sie sich an Präsident Barack Obama mit der Bitte, die Zahl der Soldaten in Afghanistan bei etwa 10.000 zu belassen. Auch die finanzielle Unterstützung für Entwicklungshilfe und die diplomatischen Bemühungen sollten auf keinen Fall gedrosselt werden. Zu dem Appell haben sich die Generäle und ehemaligen Kommandeure der 2014 beendeten NATO-Kampfmission John Campbell, Stanley McChrystal und Ex-CIA-Chef David Petraeus sowie die Diplomaten Ryan Crocker, Zalmay Khalilzad und Ronald Neumann zusammengetan.

Die Terrororganisation Al-Kaida, ihre Alliierten sowie die Terrormiliz Islamischer Staat leisteten weiterhin zähen Widerstand in Afghanistan, begründen die Verfasser ihre Forderung. Afghanistan ist daher immer noch ein wichtiger Umschlagplatz für internationalen Terrorismus und Einzugsgebiet globaler Extremistenbewegungen. Sollte dort ein Machtvakuum entstehen, könnte sich der Einfluss der Extremisten enorm vergrößern. Falls Afghanistan wieder in das Chaos der 1990er Jahre abgleite, würden Millionen Menschen die Flucht ins Ausland ergreifen. Die Bedrängnis in Europa würde sich dann dramatisch zuspitzen.

Der Brief erschien wenige Tage bevor der aktuelle US-Kommandeur General John Nicholson seinen Bericht über die US-Militärstrategie in Afghanistan präsentieren soll. Nach Obamas aktuellem Plan soll die Truppenstärke bis 2017 auf 5.500 Soldaten reduziert werden. Der Truppenabzug aus dem Land stand ganz vorne auf seiner Prioritätenliste während seiner Präsidentschaft. Doch die radikalislamischen Taliban haben sich weiterhin geweigert, sich auf einen Friedensprozess mit der Regierung Ashraf Ghanis einzulassen, weswegen der Plan nun nicht aufgeht.

Die NATO hat deshalb erst kürzlich mitgeteilt, sie werde ihre Ausbildungsmission Resolute Support über 2016 hinaus weiterführen. Ursprünglich hätte das Programm 2017 in eine zivile Mission münden sollen. Derzeit sind 12.000 NATO-Soldaten in Afghanistan im Einsatz.

Deutschland, das ähnlich wie die USA für 2016 eigentlich einen Truppenabzug vorgesehen hatte, hat 900 Soldaten für den Einsatz gestellt. Doch aufgrund der anhaltenden Gewalt der Taliban wurde das Mandat auf mögliche 980 Soldaten vergrößert. In Deutschland wird über das weitere Vorgehen in Afghanistan vor allem aufgrund der Migrationskrise immer wieder heftig debattiert.

Innenminister Thomas de Maizière verteidigt seit Monaten seinen Ansatz, Teile des Landes als sicher zu erklären, um Flüchtlinge wieder dorthin abzuschieben. Nach Syrern sind Afghanen die zweitgrößte Gruppierung unter den Flüchtlingen nach Europa. Im vergangenen Jahr haben etwa 154.000 Menschen aus Afghanistan in Deutschland Asyl gesucht.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Die Zeit Online“, zeit.de

Schlagwörter: Afghanistan, NATO, ISAF, offener Brief, Barack Obama, Militär, Präsenz, Al-Kaida, Islamischer Staat, Taliban, Abzug, Resolute Support, US-Generäle, Geheimdienstmitarbeiter, David Petraeus, Ashraf Ghani, Soldaten, Mandat, Gewalt, Flüchtlinge, Migranten, Terrorismus