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Afghanistan: Lapislazuli – Das blaue Gold Afghanistans

Meldung vom 10.06.2016

Obwohl Afghanistan zu einem der Länder gehört, die in großem Ausmaß auf finanzielle Hilfen von außen angewiesen sind, birgt das Land doch große Bodenschätze. Ein kostbarer Rohstoff ist das Lapislazuli – eine blauer Stein, aus dem hauptsächlich Schmuck hergestellt wird. Afghanisches Lapislazuli ist weltweit berühmt und hat einen großen Abnehmermarkt. Doch die Menschenrechtsorganisation Global Witness macht darauf aufmerksam, dass die illegale Ausbeutung von Afghanistans reichen Lapislazuli-Minen Extremismus und Korruption fördere.

Die Taliban bereichern sich jährlich mit umgerechnet rund 17 Millionen Euro am Geschäft mit dem blauen Schmuckstein, lautete es in einem veröffentlichten Bericht. Gefechte zwischen Taliban, örtlichen Kriegsherren und afghanischer Regierung um die Kontrolle über die Minen hätten die einst friedliche Region im Norden des Landes völlig zerrüttet. Deshalb entsteht jetzt die Forderung, Lapislazuli zum „Konfliktmineral“ zu erklären.

Als Konfliktmineralien werden Rohstoffe wie Zinn, Tantal, Diamanten, Wolfram oder Gold aus politisch instabilen Ländern eingestuft. Ihr Abbau ist oft mit Menschenrechtsverletzungen verbunden. Den Gewinn aus dem Verkauf dieser Rohstoffe streichen oft extremistische Gruppierungen ein, die sich dadurch mit neuen Waffen eindecken. Gesetze und Richtlinien sollen verhindern, dass solche Rohstoffe auf den internationalen Markt gelangen und der Verkauf somit den Krieg und die Ungerechtigkeit in den jeweiligen Ländern unterstützt.

Die Berge in der afghanischen Provinz Badachschan bergen das größte Vorkommen von Lapislazuli weltweit. Der Erlös sollte eine „Quelle von Mitteln für wichtige Dienstleistungen des Staates sein, wie Sicherheit, Gesundheitsfürsorge oder Bildung“, betonte der Afghanistan-Beauftragte von Global Witness, Stephen Carter. Die afghanische Regierung müsse dringend alles daran setzen, die Rechtsstaatlichkeit in der Gegend wiederaufzurichten, damit von diesen natürlichen Ressourcen die Menschen profitierten, denen sie gehörten.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „n-tv“, n-tv.de

Schlagwörter: Afghanistan, Lapislazuli, Minen, Taliban, Rohstoffe, Bodenschätze, Schmuck, Stein, Halbedelstein, Badachschan, Menschenrechtsverletzungen, Krieg, Gefechte, Konfliktmineralien, Waffen, Handel, Markt, Verkauf