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Äthiopien: Das Hoffen auf eine Mahlzeit am Tag

Meldung vom 07.07.2016

In diesem Jahr werden UN-Zahlen zufolge im ganzen Land 450.000 Kinder an schwerer akuter Mangelernährung leiden. Stillenden Müttern mit leichteren Symptomen könnte mit spezialisierter Zusatznahrung geholfen werden – das betrifft rund 2,2 Millionen Kinder. Wird Mangelernährung bei Kleinkindern jedoch nicht bekämpft, wird ihr Immunsystem auf Dauer geschwächt, und sie bleiben in ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung zurück.

Seit Mitte der 1980er Jahre steht der Name Äthiopien für Hungersnöte. Schätzungen zufolge kamen damals Hunderttausende ums Leben. Die Fotos von knochendürren, teilnahmslosen Menschen sowie Kindern mit Hungerbäuchen gingen um die Welt.

1991 wurde die damals in Äthiopien regierende kommunistische Militärdiktatur gestürzt. Seitdem bemüht sich die autokratische Regierung des Landes nach Kräften darum, das „Hungerland“-Image loszuwerden. Äthiopien hat seitdem große Fortschritte gemacht, doch beim Armutsindex der UN steht es immer noch unter den 15 ärmsten Ländern der Welt. Die Regierung rückt jedoch lieber das starke Wirtschaftswachstum der vergangenen Jahre ins Blickfeld. Auch wird die Berichterstattung über die Hungerkrise weitestgehend unterdrückt.

Bereits acht Millionen Menschen werden durch die Regierung mit regelmäßiger Nahrungsmittelhilfe versorgt. Doch nach Angaben der UN hungern inzwischen weitere zehn Millionen Menschen – also fast jeder fünfte Äthiopier. Die Regierung scheint mit der Situation überfordert zu sein. Nun sind die Hilfsorganisationen dringend gefragt. Die Menschen hoffen darauf, dass sie wenigstens eine Mahlzeit am Tag erhalten.

Falls der Regen weiterhin ausfallen sollte, droht Äthiopien eine verheerende Hungersnot. Aber selbst, wenn sich der erhoffte Regen bald wieder einstellt, wird der Hunger trotzdem noch mindestens bis zur nächsten möglichen Ernte im September den Alltag bestimmen.






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Handelsblatt“, handelsblatt.com

Schlagwörter: Äthiopien, Hunger, Hungersnot, Mangelernährung, Spezialnahrung, Zusatznahrung, Tote, Hungerbauch, Militärdiktatur, autokratisch, Armutsindex, Wirtschaftswachstum, Berichterstattung, Pressefreiheit, Nahrungsmittelhilfe, Hilfsorganisation, Mahlzeit, Regen