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Südsudan: 4.000 weitere Blauhelmsoldaten sollen für Ordnung sorgen

Meldung vom 15.08.2016

Der UN-Sicherheitsrat hat die Entscheidung getroffen, 4.000 zusätzliche Blauhelmsoldaten in den Krisenstaat Südsudan zu stationieren.

Sie sollen schnellstens der überforderten rund 13.500 Mann starke Blauhelmtruppe UNMISS in dem ostafrikanischen Land unter die Arme greifen. Die Soldaten sollen überwiegend aus nahen afrikanischen Staaten wie Äthiopien, Kenia oder Ruanda rekrutiert werden, wie der Sicherheitsrat am Freitag (12.08.2016) in New York anordnete.

Sollte die südsudanesische Regierung den Einsatz zusätzlicher UN-Truppen boykottieren, müsse die Regierung unter Präsident Salva Kiir demnach mit Sanktionen wie einem Waffenembargo rechnen. Der Südsudan gab bereits seine ablehnende Haltung zu dem Beschluss kund. Eine Aufstockung der Blauhelmsoldaten würde den Südsudan quasi zu einem „Protektorat der Vereinten Nationen“ machen, warnte Regierungssprecher Ateny Wek Ateny. Der Südsudan sei aber ein souveräner Staat, der eine solche Einmischung nicht gestatte.

Die zusätzlichen Blauhelme sollen nach dem Willen des Sicherheitsrats Frieden und Stabilität in der Hauptstadt Juba und auf dem Flughafen aufrichten. Zudem sollen sie wichtige Einrichtungen und Flüchtlingslager schützen. Die unzureichende Handlungsfähigkeit der bisherigen Friedensmission hat sich im Juli 2016 offenbart, als in Juba schwere Kämpfe zwischen Regierungstruppen und früheren Rebellen ausbrachen.

Hunderte Zivilisten kamen dabei ums Leben, viele weitere wurden verletzt. Später gab es Berichte von zahlreichen Vergewaltigungen. Auch Lager und Gebäude der UNMISS-Mission in Juba wurden angegriffen, es gab jedoch keine nennenswerte Gegenwehr oder militärische Versuche, die Kämpfe in der Stadt wieder niederzuschlagen. Menschenrechtler bezichtigten die UN der Passivität.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Stern“, stern.de

Schlagwörter: Südsudan, Blauhelme, UN, UNMISS, Aufstockung, Soldaten, Bürgerkrieg, New York, Entscheidung, Salva Kiir, Sanktionen, Waffenembargo, Flüchtlingslager, Zivilisten, Vergewaltigungen