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Sambia: Lungu erneut zum Präsidenten gewählt

Meldung vom 18.08.2016

Bei der Präsidentenwahl in Sambia ist Edgar Lungu im ersten Wahlgang erneut im Amt bestätigt worden. Wie die nationale Wahlkommission am Montag (15.08.2016) mitteilte, gaben Lungu am Donnerstag 50,3 Prozent der Bevölkerung ihre Stimme.

Sein wichtigster Herausforderer Hakainde Hichilema hatte 47,6 Prozent auf seiner Seite. Hichilemas Partei gab bekannt, sie werde das Wahlergebnis hinterfragen. Laut den amtlichen Angaben errangt Lungu mit 100.000 Stimmen Vorsprung vor Hichilema die für einen Wahlsieg in der ersten Runde nötige absolute Mehrheit.

Hichilemas Vereinigte Partei für die nationale Entwicklung (UPND) verkündete kurz nach der Bekanntgabe der Wahlkommission, sie verfüge über „Beweise für die Manipulation“ des Ergebnisses. „Wir werden diese Angelegenheit vor Gericht bringen“, sagte der UPND-Politiker Jack Mwiimbu vor Journalisten.

In den vergangenen Tagen hatte sich Hichilema wiederholt über die lange Dauer der Stimmenauszählung beschwert. Er bezichtigte Lungus Patriotische Front (PF) offen des Betrugs. Bei der Präsidentschaftswahl gingen neben Lungu und Hichilema sieben weitere Kandidaten ins Rennen, die aber laut dem offiziellen Ergebnis insgesamt nur 40.000 Stimmen erzielten.

Lungus Anhänger äußerten ihre Freude über den Wahlsieg am Montag in der Hauptstadt Lusaka mit Hup- und Vuvuzela-Konzerten. Hunderte jubelnde Menschen versammelten sich in der Innenstadt.

Lungu war im Januar 2015 bei einer Wahl zum Nachfolger des wenige Monate zuvor verstorbenen Staatschefs Michael Sata bestimmt worden – aber nur für den verbleibenden Teil von Satas Amtszeit. Lungu trug den Sieg mit nur knapp 28.000 Stimmen Vorsprung gegen Hichilema davon. Dieser erlitt nun bereits zum fünften Mal eine Niederlage in der Präsidentschaftswahl. Der Wahlkampf zwischen den beiden Rivalen wurde durch Unruhen und Krawalle belastet.

In seiner nun bevorstehenden fünfjährigen Amtszeit wird Lungu vor allem die Folgen der Wirtschaftskrise in dem Staat im südlichen Afrika in Angriff nehmen. Sambia, der zweitgrößte Kupfer-Produzent Afrikas, hat starke Einbußen wegen des Falls der Kupferpreise verkraften müssen.




Quelle: „Blick“, www.blick.ch

Schlagwörter: Sambia, Edgar Lungu, Wahl, Präsident, Präsidentschaftswahl, Hakainde Hichilema, Wahlkommission, absolute Mehrheit, Wahlbetrug, Manipulation, Stimmen, Unruhen, Krawalle, Lusaka, Wirtschaftskrise, Kupfer, Kuprerpreise