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Mexiko: Verkauf illegaler Waffen boomt

Meldung vom 25.08.2016

Mexiko gehört zu den gefährlichsten Ländern der Welt. Deshalb möchten sich viele Einwohner zum Schutz eine eigene Waffe zulegen. Das ist jedoch sehr schwierig, weil der Verkauf stark kontrolliert wird.

Nur ein einziges legales Waffengeschäft gibt es in ganz Mexiko. Es liegt auf militärischem Gelände unweit der Hauptstadt, und der Zugang ist nur unter strengen Sicherheitsvorkehrungen möglich. Wer hier etwas kaufen möchte, muss hohe bürokratische Hürden überwinden. Weil für Waffen keinerlei Werbung gemacht werden darf, wissen die meisten Mexikaner vermutlich gar nichts von der Existenz dieses Geschäftes. Trotzdem boomt hier, parallel zum Schwarzmarkt, der Verkauf. Die Regierung sieht Forderungen nach einer Liberalisierung aber weiterhin skeptisch.

Angaben der mexikanischen Streitkräfte zufolge wurden in dem Geschäft am Rande der Hauptstadt noch im Jahr 2000 lediglich 549 Waffen verkauft. Im Jahr 2015 waren es bereits 10.115. Ab 2006, hieß es, sei die Nachfrage besonders stark gestiegen, als der damalige Präsident Felipe Calderón den Krieg gegen die Drogenkartelle ausgerufen habe. Seit diesem Jahr wurden landesweit laut offizieller Statistik über 164.000 Menschen getötet.

In Mexiko gehören bewaffnete Raubüberfälle und andere Gewaltverbrechen inzwischen zum Alltag. Mit wirksamem Schutz durch die Sicherheitskräfte können die Menschen in vielen Landesteilen aber nicht rechnen. Um den kriminellen Banden nicht völlig ausgeliefert zu sein, kaufen sich immer mehr Mexikaner selbst eine Waffe, und nicht wenige gründen gar gleich eine Bürgerwehr.

Die Behörden sehen diese Entwicklung nicht gerne. Der Leiter des offiziellen Waffengeschäftes würde auch am liebsten gar nichts verkaufen. „Es ist grundsätzlich besser, keine Waffe zu haben, auch nicht im eigenen Haus“, so Eduardo Tellez Moreno. Denn durch falsche Handhabung könne es leicht zu Unfällen oder gar Schlimmerem kommen. „Es ist so, als wenn man ein Streichholz nah beim Feuer aufbewahrt.“

Zwar ist das Recht auf Waffenbesitz in Mexiko verfassungsmäßig verankert, gleichwohl räumt die entsprechende Klausel aber der Regierung die Entscheidung darüber ein, welche Arten von Waffen sie unter welchen Bedingungen erlaubt. Rein formal hat jeder Einwohner die Möglichkeit, zum eigenen Schutz eine Handfeuerwaffe zu erwerben. Mitglieder von Jagd- und Schießsportvereinen können sogar bis zu neun Gewehre legal kaufen.

Dazu müssen allerdings mindestens sechs Dokumente vorgelegt werden: eine Geburtsurkunde, ein Nachweis über die berufliche Tätigkeit, ein vom Büro des Justizministers im jeweiligen Bundesstaat ausgestelltes Führungszeugnis, eine Abrechnung der öffentlichen Versorgungsbetriebe mit aktueller Adresse, eine Kopie des Personalausweises und eine Sozialversicherungskarte. Und eine registrierte Waffe darf dann auch nur innerhalb der eigenen vier Wände aufbewahrt werden. Im Gegensatz zu vielen Staaten des Nachbarlandes USA ist es in Mexiko außerdem fast unmöglich, eine Erlaubnis zum Tragen der Waffe in der Öffentlichkeit zu bekommen.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Handelsblatt“, handelsblatt.com

Schlagwörter: Mexiko, Legalität, Waffen, Militär, Hauptstadt, Sicherheitsvorkehrungen, Bürokratie, Werbung, Boom, Schwarzmarkt, Regierung, Liberalisierung, Streitkräfte, Präsident, Felipe Calderón, Krieg, Drogenkartell, Gewaltverbrechen, Bürgerwehr, Waffenbesitz, Verfassung, Handfeuerwaffe, Jagd, Gewehr, Justizminister, Bundesstaat