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Kenia: Unschönes Nachspiel – Nationales Olympisches Komitee aufgelöst

Meldung vom 29.08.2016

Die Olympiade ist kaum vorüber, schon sind in Kenia neue Skandale um das kenianische Team bei den Spielen in Rio aufgedeckt worden. Inzwischen kann die Krise im kenianischen Sport nicht mehr vertuscht oder begradigt werden: Laut Informationen der französischen Nachrichtenagentur AFP sind am Samstagmorgen (27.08.2016) die Räumlichkeiten des Nationalen Olympischen Komitees von Kenia (NOCK) von der Polizei wegen Korruptionsverdacht gestürmt und durchsucht worden.

Laut Augenzeugenberichten wurden „mehrere Dutzend Kartons“ mit Sportbekleidung des Ausrüsters Nike konfisziert, welche Athleten entwendet oder vorenthalten worden sein sollen. Zuvor waren Meldungen zufolge inzwischen drei NOCK-Spitzenfunktionäre inhaftiert worden.

Den Angaben aus Behördenkreisen zufolge war zunächst NOCK-Generalsekretär Francis Paul wegen der Skandale um das Olympia-Team in Rio de Janeiro in seinem Haus ergriffen worden, ehe sein Stellvertreter James Chacha und der Chef de Mission Stephen Arap am späten Freitagabend auf dem Flughafen der kenianischen Hauptstadt Nairobi bei ihrer Heimkehr aus Brasilien von der Polizei festgenommen wurden. Eine offizielle Stellungnahme der Polizei zu den Übertretungen der drei NOCK-Funktionäre liegt bislang noch nicht vor.

Das Trio harrt seit seiner Festsetzung angeblich auf einer Polizeiwache zu Vernehmungen in Arrestzellen aus. Gegen Paul erließen die Behörden offenbar nach einem Verhör durch Regierungsbeamte Haftbefehl. Chacha und Arap sollen am Montag Rede und Antwort stehen.

Kenias Regierung hatte die Prüfung zu den Vorgängen rund um das Olympia-Team in Rio eingeleitet. In Brasilien hatte das ohnehin von massiven Dopinggerüchten beeinträchtigte Läuferland trotz 13 gewonnener Medaillen verstärkt Zweifel aufgeworfen. So hatte sich Leichtathletik-Trainer John Anzrah angeblich für den 800-m-Läufer Ferguson Rotich ausgegeben und wollte sich anstelle des Athleten der Doping-Kontrolle unterziehen.

Einen Tag später hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) jedoch öffentlich bekannt gegeben, der Trainer sei mit einer falschen Akkreditierung in den Kontrollbereich eingedrungen und sei von einem Doping-Kontrolleur aufgefordert worden, eine Probe abzugeben. Noch bevor Anzrah dies tat, sei die Verwechslung aufgeflogen.

Am vergangenen Donnerstag (25.08.2016) zog Kenias Sportminister Hassan Wario daraufhin Konsequenzen aus dem Skandal und ordnete die Auflösung des NOCK an. Paul hatte unmittelbar darauf erklärt, Wario hätte keine Befugnis für eine solche Anordnung.




Quelle: „Sport1“, www.sport1.de

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