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Haiti: Cholera und Gewalt

Meldung vom 14.10.2016

Auf Haiti herrschen nach dem Hurrikan „Matthew“ weiterhin völlig unüberschaubare Verhältnisse. Jetzt meldete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mindestens 200 Cholera-Verdachtsfälle von dem Inselstaat. Im Bezirk Anse d'Hainault sind schon 50 Menschen an den Folgen der Krankheit gestorben. Erst jetzt ist es Hilfsgüter-Konvois gelungen, in den verwüsteten Südwesten des Landes vorzudringen.

Experten warnen, dass jetzt sofort Maßnahmen getroffen werden müssen, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Cholera kann schnell außer Kontrolle geraten. Die WHO erklärte, Haiti müsse sich mit mindestens einer Million Impfeinheiten ausstatten.

„Matthew“ hatte zahlreiche Flüsse über die Ufer treten lassen, die viele Außentoiletten unterspülten. Die verbliebenen Sanitäranlagen sind oft in schlechtem Zustand und werden von sehr vielen Menschen frequentiert. Auch herrscht großer Mangel an sauberem Trinkwasser. All dies schafft geeignete Bedingungen für eine schnelle Ausbreitung der Durchfallerkrankung, die zu Austrocknung und Tod führen kann.

In dem vom Hurrikan „Matthew“ stark verwüsteten Südwesten Haitis sind inzwischen erste größere Hilfsgüter-Lieferungen für die notleidende Bevölkerung angekommen. Zwei Lastwagen des Welternährungsprogramms (WFP) und anderer Hilfsorganisationen erreichten die besonders betroffenen Städte Port-Salut und Roche-à-Bateau. Die Ladung genügte allerdings lange nicht für die tausenden Notleidenden. Schnell entwickelten sich Handgemenge um die Lebensmittel.

Viele Bewohner hatten seit dem Durchzug des Wirbelsturms am 4. Oktober keine richtige Mahlzeit mehr zu sich genommen. Ordensschwestern, die sich bemühten, die Verteilung der Lebensmittel in geordneten Bahnen zu halten, sagten, sie hätten auf mehr Lastwagen gehofft. „Wir haben nicht genug für alle“, klagte die Nonne Marie-Nadia Noël in Port-Salut. Sie warnte, dass der Hunger in Gewalt umschlagen könnte.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „RP Online“, rp-online.de

Schlagwörter: Haiti, Hurrikan, Matthew, Hilfsgüterliferungen, Lastwagen, Gewalt, Cholera, Infektionen, Weltgesundheitsorganisation, Port-Salut, Roche-à-Bateau, Trinkwasser, sanitäre Einrichtungen, Latrinen, Grundwasser, Flüsse, Kontamination, Hunger