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Philippinen: Doch kein endgültiger Bruch mit den USA?

 
Meldung vom 25.10.2016

Erst beschimpft er Obama als „Hurensohn“, dann will er der USA endgültig den Rücken zukehren – und dann doch nicht: Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte will die Beziehung zu den USA beibehalten – weil er keine andere Wahl hat.

Zunächst löste der philippinische Präsident Duterte Befremden aus mit seiner Behauptung, er wolle die „Trennung“ von seinem Langzeitverbündeten USA. Doch seine Regierung musste die Wogen glätten.

Nun hat er der Weltöffentlichkeit weitere Rätsel über seine neue Außenpolitik aufgegeben. Am Mittwoch (19.10.2016) hatte er auf einem Wirtschaftsforum in Peking eine wirtschaftliche und militärische Trennung von den USA in Aussicht gestellt. Am darauffolgenden Freitagabend milderte er seine Worte und sagte, damit habe er nicht den Abbruch der Beziehungen zu dem Land gemeint. Gleichwohl unterstrich er, dass er die USA „in diesem Leben“ nicht besuchen würde.

Washington äußerte sein Befremden und forderte eine Erklärung. „Wir werden weiter Beziehungen zum Westen unterhalten, aber wir wollen engere Integration mit unseren Nachbarn“, gab die philippinische Regierung am Freitag bekannt. Handelsminister Ramon Lopez betonte Medien gegenüber: „Natürlich werden wir nicht Handel und Investitionen mit dem Westen stoppen, vor allem nicht mit den USA.“

Zuvor hatte Duterte bei dem Staatsbesuch in China losgepoltert: „Ich gebe an diesem Ort meine Trennung von den Vereinigten Staaten bekannt.“ Die ideologische Weltsicht Pekings habe bei ihm eine Wende bewirkt. „Vielleicht gehe ich auch nach Russland und sage (Präsident Wladimir) Putin, dass nun drei von uns gegen den Rest der Welt stehen: China, die Philippinen und Russland.“ Er erwähnte dem Redemanuskript zufolge eine sowohl „militärische“ als auch „wirtschaftliche“ Trennung. Russland lud die philippinische Regierung daraufhin ein, eine „Wunschliste“ zu schicken, auf der sie zusammenstellen solle, was Russland für den Inselstaat tun könne.

Es sei nicht klar, was dies mit all seinen Folgen bedeute, erklärte der Sprecher des US-Außenministeriums, John Kirby, in Washington. „Wir wollen eine Klarstellung.“ Washington sehe sich aber weiterhin an den Verteidigungspakt mit den Philippinen gebunden, sagte er. Der auch wegen seiner harten Anti-Drogen-Politik mit hunderten Toten in Verruf geratene Duterte war schon in den vergangenen Wochen von den USA abgerückt.

Die Philippinen dienen den USA als militärische Basis im Zank um das Südchinesische Meer. Sollte das Bündnis zerschlagen werden, könnte eine ganze Region ins Ungleichgewicht geraten. Angesichts dieser Gefahr will Washington wohl daran erinnern, dass die USA trotz der Absichten seines Verbündeten militärisch überlegen sind.

Die USA wollen Chinas Ambitionen in der Asien-Pazifik-Region in Schach halten. Daher passierte der mit lenkbaren Raketen bewaffnete US-Zerstörer „USS Decatur” die Inseln Triton und Woody der Paracel-Inselgruppe. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters drang das Schiff jedoch nicht die 12-Meilen-Zone der Insel ein. Trotzdem nahmen drei chinesische Schiffe die Verfolgung auf. Weitere Konsequenzen hatte dieser Vorfall erst einmal nicht. Die USA bekundeten daraufhin, dass sie Chinas überzogene Ansprüche auf hoher See nicht anerkennen würden. Das chinesische Außenministerium kritisierte diese Operation als „illegal“ und „provokativ“.






Quelle: „Harz Kurier“, www.harzkurier.de

Schlagwörter: Philippinen, Rodrigo Duterte, Barack Obama, USA, Außenpolitik, Beleidigung, Hurensohn, China, Russland, Südchinesisches Meer, Verteidigungspakt, Trennung, US-Zerstörer, USS Decatur, Militär, militärische Basis, Drogenpolitik, Menschenrechte