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Indien: Prügeleien am Bankschalter – Bargeldreform stürzt das Land in Chaos

Meldung vom 14.11.2016

In Indien hat die Entwertung hoher Banknoten für Krawalle und Schlägereien vor Geldautomaten und Bankschaltern geführt. In einem radikalen Schritt hat die indische Regierung die großen Rupien-Scheine aus dem Verkehr gezogen. Das hat schwerwiegende Konsequenzen: Chaos und Handgemenge in den Banken, lange Schlangen an Geldautomaten und ein völlig verunsichertes Volk.

Die überraschende Entwertung bestimmter indischer Banknoten hat einen großen Tumult in dem enorm großen Land ausgelöst. Vor Banken und Geldautomaten warteten auch am Samstag (12.11.2016) lange Schlangen von Menschen, die ihre nun wertlosen 1.000- und 500-Rupien-Scheine wechseln wollten.

In der südindischen Stadt Kollam gerieten wütende Menschen außer sich und schlugen Glasscheiben einer Bank ein. Zudem zertrümmerten sie deren Einrichtung. Der Bankmanager hatte zuvor bekannt gegeben, dass er in seinem Haus keine der neuen 2.000-Rupien-Scheine mehr vorrätig habe, die mit der am Dienstag erlassenen Reform der Regierung in Umlauf gebracht werden sollten.

In Neu Delhi gab es Prügeleien, als Geldautomaten keine Scheine mehr ausgaben. An zwei Umtauschstellen entwickelte sich gefährliches Gedränge, als Tausende in die Gebäude stürmten. Wie später berichtet wurde, sind über die Hälfte der rund 200.000 Geldautomaten in Indien gar nicht mit den neuen 2.000er-Scheinen gefüllt worden. Ein Bankangestellter in Neu Delhi sagte, die Regierung habe ihre Maßnahme kaum ausreichend eingeleitet. „Das erfordert viel mehr Planung, aber das ist nicht geschehen.“ Der Mann wollte lieber anonym bleiben.

Vor Banken in der Hauptstadt bezogen paramilitärische Einheiten Stellung. Polizisten mischten sich unter die Menge und versuchten, die Menschen zu beschwichtigen. Der Beschluss der Regierung, die hohen Banknoten zu entwerten, hat Millionen Inder völlig unvorbereitet getroffen. Begründet wurde die Reform damit, dass man gegen den Schwarzgeldmarkt, die Korruption und Steuerhinterziehung vorgehen wolle. Die Polizei in Delhi teilte mit, sie musste am Freitag bei 3.000 Zwischenfällen wegen des Banknotenumtauschs für Ruhe sorgen. Am Samstag wurden in den ersten vier Stunden der Öffnungszeiten 200 Einsätze gezählt.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „ZDF“, heute.de

Schlagwörter: Indien, Bargeld, Bargeldreform, Rupien, Banknoten, Geldwechsel, Gewalt, Tumult, Chaos, Banken, Schlangen, Handgemenge, Polizei, Schwarzgeld, Korruption, Steuerhinterziehung, Geldautomaten, Neu Delhi