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Afghanistan: Blutiger Anschlag in einer Moschee

Meldung vom 25.11.2016

In einer Moschee in der afghanischen Hauptstatd Kabul zündete ein Selbstmordattentäter mitten in der Menge der Betenden einen Sprengsatz. Am schiitischen Festtag Arbain sind bei diesem Attentat mehr als 30 Menschen in den Tod gerissen worden. Der IS zeigte sich für das Verbrechen verantwortlich.

Mehr als 50 Menschen trugen schwerwiegende Verletzungen davon, als ein Selbstmordattentäter während eines Gottesdienstes im Südwesten der Stadt seinen Sprengstoffgürtel zur Explosion brachte, wie afghanische Medien am Montag (21.11.2016) berichteten. Die Gläubigen hatten sich dort zu dem für schiitische Muslime wichtigen Gedenktag Arbain versammelt.

Die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu dem Attentat. Ein Kämpfer des IS sei in die schiitische Moschee eingedrungen und habe das Attentat durchgeführt, erklärte der IS-Sprecher Amak am Montag über das Internet.

Der Anschlag wurde international aufs Schärfste verurteilt. Die Bundesregierung zeigte sich entsetzt und versicherte Afghanistan auch weiterhin ihrer Solidarität. Der Attentäter habe offenbar ausgerechnet in einem Moment auf den Zündknopf gedrückt, als die Menschen inmitten einer religiösen Zeremonie waren, erklärte das Auswärtige Amt. Doch man dürfe nicht zulassen, dass die Täter die afghanische Bevölkerung entzweien und konfessionelle und ethnische Gruppen gegeneinander aufwiegeln.

Die Mehrheit der afghanischen Bevölkerung besteht aus Sunniten, die Schiiten gehören mit knapp 20 Prozent jedoch zu einer bedeutenden Minderheit. In jüngster Zeit mehren sich in Kabul Anschläge auf Schiiten, die vom IS als Abtrünnige verfolgt werden.

Die amtierende Leiterin der UN-Mission in Afghanistan (Unama), Pernille Kardel, kritisierte den Anschlag als eine entsetzliche Gräueltat gegen Gläubige. Der Angriff habe sich zu einem Zeitpunkt zugetragen, als klar war, dass besonders viele Menschen sich in der Moschee eingefunden hatten. Religiöse und ethnische Toleranz hätten in Afghanistan eine fest verwurzelte Tradition, die Regierung müsse alles daransetzen, um Afghanen aller Glaubensrichtungen zu schützen, erklärte Kardel.

Amnesty International prangerte die Tatsache an, dass der Angriff bewusst Zivilisten zur Zielscheibe gemacht habe. Die afghanischen Behörden müssten ihre Aufgabe erfüllen, schiitische Muslime vor derartiger Gewalt zu schützen und gegen die Straflosigkeit angehen, erklärte die Südasien-Direktorin der Organisation, Champa Patel.

Bereits Mitte Oktober 2016 kamen bei einem Anschlag auf eine schiitische Moschee in Kabul 14 Menschen ums Leben. Im Juli wurden 80 Teilnehmer bei einem Anschlag auf einen Protestzug von Schiiten in Kabul ermordet. Der IS war auch der Drahtzieher für diese Tat. Die Terrorgruppe hat in den vergangenen Monaten ihre verbrecherischen Aktivitäten in Afghanistan und im benachbarten Pakistan intensiviert.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Die Tageszeitung“, taz.de

Schlagwörter: Afghanistan, Selbstmordattentat, Moschee, Schiiten, Sunniten, Islamischer Staat, Terror, Kabul, Anschlag, Zeremonie, Arbain