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Afghanistan: Sammelabschiebungen von Frankfurt nach Kabul haben begonnen

 
Meldung vom 23.12.2016

Die ersten Sammelabschiebungen von abgelehnten afghanischen Asylbewerbern haben am Mittwoch (14.12.2016) begonnen: An dem Tag sollten die ersten 50 Personen von Frankfurt nach Kabul ausgeflogen werden. Dort steht ihnen eine ungewisse Zukunft bevor.

In der afghanischen Hauptstadt würden die Flüchtlinge zunächst von lokalen Behörden in Empfang genommen, berichtet der Spiegel und sie sollten dann in ihre Heimatregionen überführt werden – soweit diese als halbwegs sicher eingestuft werden.

Ministeriumssprecher Johannes Dimroth hatte bereits am Montag (12.12.2016) erklärt, dass sein Haus die sogenannten Rückführungen grundsätzlich nicht öffentlich bekannt geben wolle – um diese nicht zu gefährden, soweit sie mit Zwang einhergehen.

Innenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte seit Monaten Druck ausgeübt, dass diese Flüge auch wirklich stattfinden. Bisher war Deutschland meist jahrelang untätig bezüglich der abgelehnten afghanischen Asylbewerber. Er will damit nicht zuletzt ein deutliches Zeichen setzen, dass nicht allen Flüchtlingen aus Afghanistan in Deutschland Unterschlupf gewährt wird. Mehrfach hatte der CDU-Politiker darauf hingewiesen, dass die Sicherheitslage in den einzelnen Regionen des Landes differenziert beurteilt werden muss.

Wegen der fragilen Sicherheitslage in dem Land am Hindukusch gibt es juristische Schwierigkeiten angesichts der zwangsweisen Abschiebung. Nach Angaben von Pro Asyl kamen in der ersten Hälfte von 2016 mehr als 1.600 Zivilisten in Afghanistan ums Leben, mehr als 3.500 Menschen erlitten Verletzungen. Daher sind Menschenrechtsorganisationen gegen eine Abschiebung von Flüchtlingen in das zerrüttete Land. Sie organisierten für den Abend Proteste am Frankfurter Flughafen.






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „ARD-Nachrichten online“, ard.de

Schlagwörter: Afghanistan, Abschiebungen, Sammelabschiebungen, Frankfurt, Kabul, Flughafen, Asyl, Flüchtlinge, sicheres Herkunftsland, Thomas de Maizière, Menschenrechte, Flüge