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Somalia: Farmajo wird neuer Präsident

 
Meldung vom 09.02.2017

Obwohl die Wahl in Somalia von Gewalt überschatten war, ist ein klarer Gewinner aus dem Urnengang hervorgegangen. Somalias Parlament hat abgestimmt. Die Wahl hätte in eine dritte Runde münden sollen, doch der bisherige Amtsinhaber verzichtete auf eine Stichwahl. In Mogadischu jubeln die Menschen.

Der frühere Regierungschef Mohamed Abdullahi Farmajo hat die Präsidentenwahl in Somalia für sich entschieden. Im zweiten Durchgang der Wahl am Mittwoch (08.02.2017) überholte Farmajo den bisherigen Amtsinhaber Hassan Sheikh Mohamud mit deutlichem Abstand. Farmajo konnte zwar nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit erringen, doch seine Gegner zogen sich zurück. Mohamud beglückwünschte Farmajo zum Sieg. Tausende Menschen liefen am Abend jubelnd durch die Straßen der Hauptstadt Mogadischu, um ihrer Freude über Farmajos Sieg Ausdruck zu geben.

Zahlreiche Somalier bewerten die Wahl als einen großen Etappensieg. Mehr als zwei Jahrzehnte konnte in dem Land am Horn von Afrika keine funktionierende Zentralregierung aufgestellt werden. Mohamud wurde 2012 erstmals vom Parlament zum Präsidenten bestimmt.

Farmajo muss sich vielen Problemen des Landes stellen: Der Wiederaufbau des wirtschaftlich ruinierten Landes und die weitere Stabilisierung der Demokratie gehören zu seinen Hauptaufgaben. Der Kampf gegen die Islamistenmiliz Al-Schabaab ist das zentrale Problem des Landes. Die sunnitischen Extremisten, die seit Jahren für einen sogenannten Gottesstaat kämpfen, halten noch immer weite Teile des Landes unter ihrer Herrschaft.

„Es ist ein großer Tag für das somalische Volk, das seinen Präsidenten gewählt hat“, erklärte Mohamud. „Ich verkünde offiziell, dass ich die Macht an den neuen Präsidenten Mohamed Abdullahi Mohamed Farmajo abgegeben habe.“ Somalia habe nun weitere Schritte in Richtung Demokratie gemacht. Farmajo dankte seinem Vorgänger und stellte fest, dass ein „neues Kapitel für Somalia“ angebrochen ist.

Die Wahl wurde aus Sicherheitsgründen in den Flughafen der Hauptstadt Mogadischu verlegt. Der Flugverkehr war vorläufig unterbrochen worden, die Sicherheitsvorkehrungen wurden wegen der Attentatsgefahr stark intensiviert.

Gewählt wurde der Präsident vom Parlament. 328 der 329 Abgeordneten waren zur Stimmabgabe eingetroffen. Insgesamt hatten sich 21 Kandidaten aufstellen lassen. Weil keiner von ihnen in der ersten Runde zwei Drittel der Stimmen erhielt, wurde eine Stichwahl unter den vier erfolgreichsten Kandidaten ausgetragen. Der Viertplatzierte, Ministerpräsident Omar Abdirashid Ali Sharmarke, stieg vor der zweiten Runde aus. Farmajo erzielte im zweiten Durchgang 184 Stimmen, Mohamud 97 und der einstige Präsident einer Übergangsregierung, Sharif Sheikh Ahmed 47.

Trotz des erfolgreichen Wahlausgangs war der Tag von Gewalt überschattet. In der Hauptstadt Mogadischu wurden lokalen Medienberichten zufolge Granaten auf den Flughafen abgefeuert, trafen aber nur das Gelände. Auch in anderen Teilen des Landes gab es Attentate. Dahinter stand aller Wahrscheinlichkeit nach die Terrormiliz Al-Schabaab, die die Wahl vereiteln wollte.


Video-Beiträge zu diesem Thema

 Präsidentenwahlen in Somalia




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, faz.net

Schlagwörter: Somalia, Mohamed Abdullahi Farmajo, Wahl, Präsident, Präsidentenwahl, Mehrheit, Flughafen, Al-Schabaab, Al-Shabab, Granaten, Attentate, Hassan Sheikh Mohamud, Regierung, Parlament