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Mexiko: Schmetterlinge könnten Pläne für Mauerbau zunichtemachen

Meldung vom 14.02.2017

Schmetterlinge sagen einem ehrgeizigen Bauplan den Kampf an – ein solches Modell gibt es bereits: Der seltene Schierlingsfenchel hat die geplante Elbvertiefung in Hamburg vorerst zum Erliegen gebracht. Jetzt kämpfen auch Umweltschützer und Menschenrechtler in den USA und in Mexiko für einen Baustopp nach deutschem Vorbild: Donald Trumps Mauerbau zu Mexiko könnte den Lebensraum des Monarchfalters einschränken und damit die Art gefährden.

Mit seinen Plänen zum Mauerbau an der Grenze Mexikos könnte US-Präsident Donald Trump nicht nur den Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern und den dort lebenden Menschen, sondern auch dem Monarchfalter schaden. Nach Einschätzung der mexikanischen Behörden könnte ein Grenzwall die Schmetterlinge empfindlich in ihren Lebensgewohnheiten treffen, und zwar wenn sie sich von Kanada aus über die USA auf den Weg nach Mexiko machen. Jedes Jahr fliegen Millionen der orange-schwarzen Insekten zum Überwintern dorthin.

Die Populationen der Monarchfalter werden ohnehin durch Waldrodung, den Klimawandel und damit verbundenen Wetterextremen verringert. Nun könnten sie beim Flug nach Mexiko ihre natürliche Orientierung verlieren, wenn sie die Grenzanlagen zu überwinden versuchen, wie der für die Naturschutzgebiete des Landes zuständige Regierungsvertreter Alejandro del Mazo erklärte.

Die Zerstückelung der Lebensräume und möglichen Veränderungen bei „Zuflüssen und Flüssen, die wir mit den USA teilen,“ könnten den Falter sicherlich gefährden, sagte del Mazo. Auf der bis zu 4.500 Kilometer langen Reise sind die Monarchfalter auf Rückzugsorte und Wasserstellen angewiesen. Zugleich sei es aber noch zu früh, um die möglichen Folgen einer Mauer für die Populationen der Schmetterlinge zu erforschen.

Die geflügelten Insekten verbringen vor allem in den Bundesstaaten México und Michoacán die Winterzeit und hängen dort in riesigen Trauben in den Bäumen der Wälder. Das Naturschauspiel zieht regelmäßig zahlreiche Naturfreunde an. Umweltschützer und Menschenrechtler in den USA und in Mexiko bemühen sich nun, ein Verfahren nach deutschem Muster aufzurollen.

In Hamburg wird nach einem Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts die geplante neunte Elbvertiefung vorerst unterbunden, weil die obersten Verwaltungsrichter den Einwänden von Umweltverbänden Recht zugesprochen haben, die den Bestand des seltenen Schierlings-Wasserfenchel bedroht sehen. Solange keine weiteren Maßnahmen zum Erhalt des Fenchels geplant werden, muss das Bauvorhaben aussetzen.

Dass sich US-Richter bei Trumps Mauerprojekt auf die Seite der Naturschützer stellen, ist allerdings recht unwahrscheinlich.




Quelle: „manager magazin“, www.manager-magazin.de

Schlagwörter: Mexiko, Mauer, Grenze, Donald Trump, Schmetterlinge, Monarchfalter, Naturschutz, Artenvielfalt, Umweltschützer, Winterschlaf, Lebensräume, Gericht, Urteil, Insekten, Natur, Umwelt