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Äthiopien: Tod auf der Müllhalde

Meldung vom 14.03.2017

Sie sind die Elendsten der äthiopischen Gesellschaft – die Müllsammler. Sie durchforsten den Müll anderer nach verwertbaren Resten: Über 30 sogenannte Müllsammler kamen nun auf einer großen Müllhalde am Rand von Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba ums Leben.

Auf einer Mülldeponie am Rande der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba ist ein großer Berg Abfall ins Rutschen geraten und hat Dutzende Häuser unter sich begraben. Dabei starben über 30 Menschen. Die meisten Opfer des Unglücks von Samstagabend (11.03.2017) betätigten sich als Müllsammler, sagte Dagmawit Moges, die Sprecherin der Stadtverwaltung.

Auf der Halde werde nun nach möglichen weiteren Verschütteten gegraben. Moges ergänzte, dass die Zahl der Opfer noch nach oben korrigiert werden könnte, da das verschüttete Gebiet „relativ groß“ sei. Zunächst wurden 24 Tote und 28 Verletzte gemeldet. Der Bürgermeister der Stadt, Diriba Kuma, bezifferte 35 Tote.

Auf der Müllkippe namens Koshe waren nach Angaben von Augenzeugen rund 150 Menschen unterwegs, als sich der Erdrutsch aus noch ungeklärten Gründen löste. Die Erdmassen verschlangen auch mehrere Notunterkünfte und Betonbauten. 37 Menschen konnten bislang lebend befreit werden, zwei von ihnen schwer verletzt. Seit 40 Jahren wird auf dieser Deponie Müll abgeladen.

Bürgermeister Kuma stellte Maßnahmen in Aussicht, um die an der Kippe wohnenden Menschen an einen anderen Wohnort zu transferieren. Geschätzte 500 arme Menschen durchwühlen täglich den Abfall und Dreck der Deponie nach recycelbaren Stoffen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Einige von ihnen haben sich gleich vor Ort provisorische Baracken zusammengezimmert, von denen einige nun zerstört wurden. Aus dem Müll ragten noch die Einzelteile mancher Elendsbehausungen hervor. Sechs Bagger kamen am Sonntag zum Einsatz, um mögliche weitere Verschüttete zu befreien. Die Polizei musste sensationslüsterne Zuschauer von der Müllkippe fernhalten.

In der Landessprache bedeutet Koshe „Schmutz“. Seit mehr als 40 Jahren ist die eine Halde der Hauptentsorgungsort für den Abfall der rasant wachsenden Hauptstadt Addis Abeba, in der bereits vier Millionen Menschen wohnen. Die Stadtverwaltung richtet seit einiger Zeit eine neue Müllkippe ein, die aber noch nicht in Funktion ist, unter anderem, weil dort ansässige Bauern gegen dieses Vorhaben sind und die Bauarbeiten behindert hatten.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „N24“, n24.de

Schlagwörter: Äthiopien, Müllhalde, Abfall, Deponie, Müllsammler, Erdrutsch, Tote, Verschüttete, Addis Abeba, Arme, Müllkippe, Hütten, begraben, Addis Abeba, Recycling, Müllentsorgung, Abfallwirtschaft, Metropole, Koshe