Somalia: Trump erklärt Teile von Somalia zur US-Kampfzone

Meldung vom 20.04.2017

US-Präsident Donald Trump hat grünes Licht für aggressivere Luftangriffe in Somalia erteilt. Der amerikanische Präsident hat einige Gebiete von Somalia zur Kampfzone erklärt. Das räumt seinem Militär größeren Handlungsspielraum ein, wenn es darum geht, offensive Luftangriffe gegen Islamisten zu fliegen.

US-Präsident Donald Trump hat dem Verteidigungsministerium gestattet, aggressivere Maßnahmen gegen die islamistische Terrormiliz Al-Schabaab in Somalia einzuleiten. Das Militär darf nun zielgenaue Luftangriffe zur Unterstützung der somalischen Truppen sowie der Eingreiftruppe der Afrikanischen Union (AMISOM) unternehmen, gab das Pentagon bekannt.

Teile von Somalia werden zudem ab sofort als Kampfzone eingestuft, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. Mogadischu gehört aber nicht zu dem Gebiet. Das gibt dem zuständigen Befehlshaber am Boden mehr Macht: Er hat nun die Befugnis, darüber zu entscheiden, wann in diesen Gebieten ein Luftangriff vonnöten ist und muss nicht mehr auf die Zustimmung Höhergestellter warten. Bislang musste sich das US-Militär nach expliziten Vorgaben richten. Dazu gehörte die Bedingung, dass, nur wenn von dem Angriffsziel eine Bedrohung für Amerikaner ausgeht, ein US-Luftangriff gerechtfertigt sei.

Die USA wollen zudem weitere Soldaten in den ostafrikanischen Krisenstaat entsenden. Wie eine Sprecherin des Afrikanischen Kommandos der Vereinigten Staaten (AFRICOM) angab, sei dabei die Hauptaufgabe, somalische Soldaten für den Kampf gegen die Al-Schabaab-Miliz zu trainieren und auszurüsten. Zunächst sollen einige Dutzend Soldaten in Somalia stationiert werden.


Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Die Zeit Online“, zeit.de