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Honduras: Indigene und schwarze Frauen prangern Misstände an

Meldung vom 07.06.2017

In Tegucigalpa, der Hauptstadt von Honduras, wurde Ende Mai 2017 das zweite Treffen indigener und schwarzer Frauen unter dem Motto „Für die Verteidigung unserer Kultur, Ländereien und Gemeingüter“ verwirklicht. Gastgeber war die Nationale Koordination indigener und schwarzer Frauen in Honduras (Conaminh), die 2003 ins Leben gerufen wurde. An den Gesprächen nahmen über 550 Frauen aus sechs indigenen Gruppen teil.

Zwei Tage lang konnten sich die Frauen austauschen und Strategien entwerfen. Im Zentrum der Gespräche standen Themen wie die Verfolgung, Kriminalisierung und juristische Verurteilung derjenigen, die sich gegen ein Modell ökonomischer Ausbeutung zur Wehr setzen und gegen ein zutiefst rassistisches und patriarchales System angehen, das nach Meinung der Frauen der honduranische Staat hervorgebracht hätte.

Miriam Miranda, Koordinatorin von Ofraneh (Organización Fraternal Negra Hondurena) kritisierte: „Die Verfolgung der Verteidigerinnen der Gemeingüter und des Lebens nimmt zu. Sie verfolgen uns, nehmen uns fest und nehmen sich einfach unser Land, das wir seit hunderten Jahren bewohnen. Wir fordern das sofortige Ende staatlicher Verfolgung und der Anwendung von Gesetzen, die gegen unsere ethnischen Gruppen, Länder und Gemeingüter ausgelegt werden. Und unser Recht auf vorherige Anhörung muss respektiert werden.“ Die Dachorganisation Ofraneh stärkt und begleitet die afro- und indigenen Gemeinden bei der Verteidigung ihres traditionellen Landes.

Die Vertreterin eines indigenen Stammes und Sprecherin von Conaminh ergänzte: „Als indigene Frauen fühlen wir uns bedroht, nur weil wir unsere Ländereien und die Natur verteidigen. Hier sind Frauen aus sechs indigenen Gruppen zusammengekommen und wir fordern den honduranischen Staat auf, die Repression zu beenden und unsere Rechte nicht weiter zu verletzten.“

Die Frauen hielten das Andenken an die indigene Aktivistin Berta Cáceres und ihren emanzipatorischen Kampf für Menschen- und Umweltrechte hoch. Im März 2016 wurde Cáceres Opfer eines Auftragsmordes, sie war eine der Gründerinnen des Treffens. Cáceres hatte sich gegen ein großes Wasserprojekt aufgelehnt, das der Umwelt beträchtlichen Schaden zufügen wird, sollte es umgesetzt werden. Dabei ist sie mächtigen Familienclans und der Polit-Elite in die Quere gekommen. Die Frauen verlangten die Aufklärung des Verbrechens und die strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen. „Wir werden niemals aufhören, bis es eine Verurteilung gibt und die Straffreiheit aufhört“, sagte Miranda.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: amerika21.de

Schlagwörter: Honduras, Frauen, Indigene, Schwarze, Volksstämme, Treffen, Tegucigalpa, Minderheiten, Natur, Tradition, Land, Landraub, Zwangsenteignung, Umwelt, Natur, Landklau, Regierung, Rassismus, Unterdrückung, Diskriminierung, Verfolgung, Berta Cáceres, Mord, Auftragsmord, Familienclan, Polit-Elite