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Global: UN-Flüchtlingsbericht verzeichnet neuen Rekord – 65,6 Millionen Menschen auf der Flucht

Meldung vom 21.06.2017

Pünktlich zum Weltflüchtlingstag, der immer am 20. Juni stattfindet, haben die Vereinten Nationen ihren jährlichen Flüchtlingsbericht herausgegeben. Diesmal wurde ein dramatischer Höchststand an Flüchtlingen festgestellt. Im vergangenen Jahr wurden so viele Menschen vertrieben wie nie zuvor. Besonders große Sorgen bereitet dem Flüchtlingshilfswerk UNHCR die Lage im Südsudan.

Die offiziellen Zahlen belegen ein neues Rekordhoch bei Flüchtlingen und im eigenen Land Vertriebenen weltweit: Wegen Krieg, Gewalt und Verfolgung mussten im vergangenen Jahr 65,5 Millionen Menschen ihr Heim verlassen, 300.000 mehr als im Jahr davor. Jeder fünfte Flüchtling entkam dem Bürgerkrieg in Syrien. Jede einzelne Minute des Jahres mussten irgendwo auf der Welt 20 Menschen vor Gewalttätern Reißaus nehmen, berichtete das UN-Flüchtlingshilfswerk am Montag (19.06.2017) in Genf. Statistisch gesehen ist jeder 113. Mensch auf der Welt ein Flüchtling. Seit 1997 hat sich die Anzahl der Schutzsuchenden damit praktisch verdoppelt.

Darunter waren 22,5 Millionen Menschen, die in anderen Ländern Obdach suchten und 40,4 Millionen Vertriebene, die in ihren Heimatländern in Camps unterkamen. Die Gesamtzahl pegelte sich knapp über der des Vorjahres ein. Das gebe den Anschein, dass die Situation zum Stillstand gekommen sei, aber das sei falsch, sagte Flüchtlingshochkommissar Filippo Grandi. „Das verschleiert nur, wie instabil die Lage in vielen Regionen ist.“ Millionen Menschen versuchten, wieder in ihre zerstörten Dörfer zurückzukehren, ohne dass die Lage wirklich friedlicher war. Andere hätten sich in Drittländern niedergelassen. Hinzugekommen sind 10,3 Millionen neue Flüchtlinge.

Das UNHCR stuft besonders die Lage im Südsudan als bedrohlich ein. Sie scheint vollständig außer Kontrolle zu geraten. Das Land rangiert nach Anzahl der ins Ausland geflüchteten Landsleute mit 1,4 Millionen Menschen bereits an dritter Stelle, hinter Syrien mit 5,5 Millionen und Afghanistan mit 2,5 Millionen. Seit Jahresbeginn hätten weitere 500.000 Südsudanesen ihr Land verlassen.

Rechnet man die über die Grenzen Geflüchteten und Binnenvertriebenen zusammen, ist Syrien der traurige Spitzenreiter mit zwölf Millionen. 650 von 1.000 Einwohnern sind vor der dauernden Gewalt davongelaufen. Danach folgt Kolumbien mit 7,7 Millionen. Auf dem dritten Platz rangiert Afghanistan mit 4,7 Millionen, darauf folgt Irak mit 4,2 Millionen und Südsudan mit 3,3 Millionen, dahinter liegen Kongo, Somalia, Nigeria, Ukraine und Jemen. 84 Prozent konnten in weiteren Entwicklungsländern Schutz finden. „Dies ist keine Krise der reichen Welt, sondern eine Krise der Entwicklungsländer“, stellte Grandi fest.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Die Tageszeitung“, taz.de

Schlagwörter: Globale Projekte, Flüchtlinge, Rekord, Höchststand, UN-Flüchtlingsbericht, Weltflüchtlingstag, Statistik, Syrien, Südsudan, Binnenvertriebene, Flüchtlingscamps, Bürgerkrieg, Klimawandel, Dürre