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Kenia: Extremer Anstieg von Unterernährung – 70.000 Kinder drohen zu sterben

Meldung vom 08.09.2017

Selbst das fortschrittliche Kenia schafft es nicht mehr, der extremen Dürre ausreichend entgegenzuwirken. Das Maß an Unterernährung ist in vielen Regionen sprunghaft angestiegen. Inzwischen sind fast 73.000 Kinder in Kenia akut unterernährt. Wenn nicht sofort Hilfsmaßnahmen eingeleitet werden, drohen sie zu sterben. Das ergab eine gemeinsame Umfrage zur Ernährungssituation, die die lokalen Gesundheitsbehörden, UNICEF und neun Hilfsorganisationen ausgeführt haben.

Die Daten offenbarten, dass sich allein in der nordwestlich gelegenen Turkana-Region der Anteil an akuter Mangelernährung – die lebensbedrohlichste Form des Hungers – in nur einem Jahr von 2,3 Prozent auf 8,3 Prozent fast vervierfacht hat. Betroffen sind besonders Kinder. In Turkana Süd weist jedes achte Kind unter fünf Jahren Symptome der Unterernährung und akuter Mangelernährung auf. Auch in Ost-Pokot (5,8 Prozent), Mandera (5,2 Prozent), Samburu (3,8 Prozent) und West-Pokot (3,2 Prozent) sind die Zahlen für Unterernährung und akute Mangelernährung bedenklich hoch.

Nach der Präsidentschaftswahl vor knapp zwei Wochen appellieren die Hilfsorganisationen an die nationalen und lokalen Regierungen, so schnell wie möglich in gemeinsamer Abstimmung die Dürrefolgen zu bekämpfen und finanzielle Mittel für die Nahrungsmittelversorgung bereitzustellen. Dies sieht vor allem Nahrungsmittelprogramme vor, um die am meisten Gefährdeten aufzufangen und unnötigen Todesfällen vorzubeugen.

„Die Dürre hat zehntausende Familien und Kinder enorm geschwächt und in Gefahr gebracht. Besonders stark gefährdet sind Kinder unter fünf Jahren, Schwangere und stillende Mütter“, berichtete Francis Woods, Länderdirektor von Save the Children in Kenia. „Das Wahlergebnis muss als Chance genutzt werden, die Tragödie in vielen Teilen des Landes abzuwenden. Wir rufen die neue Regierung auf Staats- und Regionalebene auf, jetzt zu handeln, um zu verhindern, dass Kinder sterben.“

Die Auswertung zeigte auch, dass fast 40.000 schwangere Frauen und Mütter in ganz Kenia unterernährt sind – ein Anstieg um 20 Prozent gegenüber dem vergangenen Jahr. „Familien in einigen der am stärksten betroffenen Gebiete haben den Großteil ihres Viehbestandes verloren, ihnen fehlt nun die Nahrungsgrundlage. Viele Menschen müssen von nur einer Mahlzeit am Tag überleben – wenn die Nahrung dafür reicht. Viele Mütter können ihre Babys nicht mehr stillen, weil sie selbst nicht genügend Kalorien zu sich nehmen“, schildert Francis Woods die Zustände.

Trotz staatlicher Bargeldtransfers schaffen es viele Familien in der nördlichen Region des Landes aufgrund der Explosion der Lebensmittelpreise nicht, die täglich empfohlene Kalorienmenge zu sich zu nehmen. Selbst Haushalte, denen es finanziell besser geht, haben kein Geld mehr für drei Mahlzeiten pro Tag.

„Die internationale Gemeinschaft muss mehr Mittel zur Unterstützung der kenianischen Regierung und der Hilfsorganisationen vor Ort bereitstellen, um die bereits sehr gefährliche Situation für Kenias Kinder und Mütter zu verbessern“, verlangt François Batalingaya, Landesdirektor von World Vision in Kenia. Auch muss man die Gefahr einkalkulieren, dass – wie im benachbarten Somalia – die Mangel- und Unterernährung den Ausbruch von Krankheiten begünstigt, zudem ist auch sauberes Trinkwasser rar. Besonders Kleinkinder laufen Gefahr, in Verbindung mit Durchfallerkrankungen einen qualvollen Hungertod zu sterben.




Quelle: „Presseportal“, www.presseportal.de

Schlagwörter: Kenia, Hunger, Dürre, Mangelernährung, Symptome, Appell, Unterernährung, Nahrungsmittel, Lebensmittelpreise, Kinder, Schwangere, Mütter, Turkana, Erhebung, Statistik, Regierung, Nahrungsmittelprogramme, Hungertod