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Kenia: Kommt nicht in die Tüte – Das Ende des Plastikbeutels

Meldung vom 29.08.2017

Wer in Kenia noch mit einer Plastiktüte herumläuft, dem drohen ab sofort absurd hohe Geldstrafen: Mit dieser harten Maßnahme versucht die Regierung, ein Verbot der in Kenia vielgenutzten Tüten durchzusetzen. Argumente wie Umweltschutz kommen aber nicht bei jedem gut an – die Plastiktüten-Hersteller drohen mit dem Verlust von Arbeitsplätzen.

Die Herstellung und Einfuhr von Plastiktüten ist in Kenia ab sofort bei Androhung hoher Geldstrafen untersagt. Bei Verstößen muss mit Geldstrafen von bis zu 32.000 Euro gerechnet werden.

Bisher wurden in Kenia täglich an die 100 Millionen dünner Plastiktüten allein von Supermärkten umsonst ausgehändigt, berechnete das UN-Umweltprogramm. Achtlos weggeworfen verunreinigen sie die Straßen der Hauptstadt Nairobi und bildeten auf Müllkippen riesige Haufen. Die Regierung kritisiert, dass die Tüten umweltschädlich und nicht kompostierbar sind und die Kanalisation verstopfen.

Die Hersteller von Plastiktüten dagegen warnen, das Verbot werde zu einem Abbau von Arbeitsplätzen führen. Die Ausgabe von Plastiktüten ist inzwischen auch in anderen afrikanischen Ländern wie Kamerun, Guinea-Bissau, Mali, Tansania, Uganda, Mauretanien und Malawi nicht mehr erlaubt.

In Deutschland haben mehrere Supermarkt-Ketten Plastiktüten abgeschafft. Eingeleitet wurde diese Maßnahme im April 2016 durch eine Vereinbarung zwischen Handel und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Die freiwillige Vereinbarung, dass Tüten ab sofort etwas kosten, wurde vom Handel dann aber selbst übertroffen.

Auch die EU will die Tüte schrittweise abschaffen: Die Richtlinie aus Brüssel besagt, dass bis Ende 2019 jährlich maximal 90, bis Ende 2025 maximal 40 Stück pro Kopf verwendet werden sollen. 2015 rangierte der EU-Durchschnitt bei 200, in Deutschland bei 68.




Quelle: „Wolfsburger Allgemeine“, www.waz-online.de

Schlagwörter: Kenia, Plastik, Plastiktüte, Umwelt, Umweltschutz, verboten, Strafe, Bußgeld