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Somalia: „Überall war Blut“ – Mehr als 300 Tote bei Lastwagen-Anschlag

 
Meldung vom 17.10.2017

Erneut wurde Somalias Hauptstadt Mogadischu durch einen verheerenden Anschlag erschüttert – doch diesmal war es schlimmer als sonst: Am Wochenende (14.10.2017) hat sich ein Selbstmordattentäter in einem LKW in die Luft gesprengt. Mehr als 300 Tote wurden bisher geborgen, rund 300 Menschen wurden verletzt.

Es war der blutigste Anschlag Somalias in der letzten Zeit: Am Samstag zündete ein Selbstmordattentäter seinen Sprengsatz in einem Lastwagen auf einer der belebtesten Kreuzungen in Mogadischu. Mindestens 111 der Getöteten wurden bereits auf Anweisung der Regierung bestattet, weil die Opfer in einem Zustand waren, der keine Identifizierung mehr erlaubte. Die Gegend des Anschlagsortes ist belebt: Dort gibt es Hotels, Läden, Restaurants und Regierungsgebäude. Die schwere Explosion riss viele Häuser nieder. Rettungskräften gelang es trotz der großen Zerstörung etliche Menschen zu befreien. Am Montag wurden auf den Straßen, die durch Dutzende ausgebrannte Autos, Busse und Trümmer versperrt waren, die Aufräumarbeiten fortgesetzt.

Der Lastwagen sei am Samstag mit hoher Geschwindigkeit eine Straße entlang gefahren und habe im Stau stehende Motorräder sowie Autos einfach überrollt oder aus dem Weg gedrängt, teilten Augenzeugen mit. Sicherheitskräfte waren schnell zur Stelle und hatten demnach auf den Fahrer geschossen. Es gelang ihm aber dennoch, zu einer der belebtesten Kreuzungen in Mogadischu zu gelangen, wo er die Bombe zündete.

Die Explosion habe zahlreiche Gebäude zerstört. Noch in Hunderten Metern Entfernung zersplitterten die Fenster, Türen wurden aus den Angeln gerissen. Einige Gebäude fielen in sich zusammen. Der Bürgermeister von Mogadischu, Thaabid Abdi, begab sich sofort zum Anschlagsort und forderte Bagger an, um die Opfer aus den Trümmern zu holen.

„Ich habe noch nie so einen schlimmen Anschlag gesehen“, klagte Ahmed Hassan, ein Augenzeuge. „Die Zerstörung sieht aus wie nach einem Erdbeben.“ Ein weiterer Augenzeuge, Abdiasis Qorane, fügte hinzu, sein Auto sei eines von mehr als hundert Fahrzeugen gewesen, die durch die Explosion in Flammen aufgingen. „Überall war Blut“, sagte er.

Für den Anschlag zeigte sich zunächst niemand verantwortlich. Die Regierung bezichtigte allerdings die Terrormiliz Al-Schabaab der Tat. Somalias Präsident Mohamed Abdullahi Mohamed bezeichnete den Anschlag im staatlichen Rundfunk als eine nationale Tragödie. Er bat die Somalier, für die Verletzten Blut zu spenden und ordnete eine dreitägige Trauerzeit an.

Die internationale Gemeinschaft bot schnell Hilfe an: Die Türkei entsandte am Sonntag ein Militärflugzeug mit medizinischer Hilfe nach Mogadischu, sagte der Sprecher von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, Ibrahim Kalin. „Solidarität mit Somalia“, dafür plädierte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron über die Internetplattform Twitter. Er sprach sich für mehr Unterstützung für die Afrikanischen Union im Kampf gegen islamistische Terrorgruppen aus. Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy verurteilte die Tat.






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Spiegel Online“, spiegel.de

Schlagwörter: Somalia, Anschlag, Attentat, Selbstmordattentat, Lastwagen, Explosion, Bombe, Terror, Terror-Attentat, Mogadischu, Zentrum, Al-Schabaab, Al-Shabab, Islamisten, Tote, Opfer, Trümmer