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Haiti: USA wollen 60.000 haitianische Flüchtlinge zurückführen

Meldung vom 22.11.2017

Knapp 60.000 haitianische Flüchtlinge haben seit dem verheerenden Erdbeben 2010 in den USA Zuflucht gesucht. Nun sollen sie innerhalb weniger Monate wieder in ihre Heimat abgeschoben werden. Die politische Lage in dem armen Land lässt jedoch weiterhin sehr zu wünschen übrig.

Am 12. Januar 2010 kamen mehr als 220.000 Menschen bei einem Erdbeben in Haiti ums Leben. Die Überlebenden standen vor dem Nichts, ihr Hab und Gut lag unter Trümmern begraben, große Teile der Hauptstadt Port-au-Prince glichen einem riesigen Schuttberg. Die USA öffneten angesichts dieser Not ihre Grenzen und nahmen rund 60.000 Flüchtlinge auf. Doch das galt vorläufig, nun sollen die Menschen das Land wieder verlassen.

Wie das US-Heimatschutzministerium am Montag (21.11.2017) mitteilte, bleibe den Personen mit vorübergehendem Aufenthaltsstatus eine zeitlicher Rahmen von 18 Monaten für die Ausreise. Alternativ könnten sie sich auch bemühen, ein US-Visum oder einen sonstigen Aufenthaltsstatus für die USA zu erlangen.

Die amerikanische Regierung forderte Haiti auf, sich auf die Aufnahme der Flüchtlinge vorzubereiten. In den knapp acht Jahren seit dem Beben der Stärke 7,0 hätten sich die Verhältnisse in der Karibikrepublik aber deutlich stabilisiert, lautete es in der Mitteilung des Ministeriums in Washington. Die Übergangsfrist räume den Betroffenen Zeit ein, damit sie sich auf die Rückkehr vorbereiten können. Auch Haiti selbst könne so Maßnahmen ergreifen, die die Aufnahme Zehntausender Landsleute erleichtern.

Haiti teilt sich mit der Dominikanischen Republik die Karibikinsel Hispaniola und ist das mit Abstand ärmste Land des amerikanischen Kontinents. Auf einer Fläche von knapp der Größe Brandenburgs wohnen rund zehn Millionen Einwohner. In den USA leben derzeit mehr als eine halbe Million haitianischer Einwanderer. Eine sehr große Ansammlung Haitianer lebt in einem Stadtviertel Miamis, das auch „Little Haiti“ genannt wird.

Die politische Lage in Haiti bleibt nach Einschätzung der Vereinten Nationen jedoch weiterhin angespannt. Mitte Oktober lief dort nach 13 Jahren die UN-Mission MINUSTAH zur Stabilisierung des Landes aus. Nach dem Abzug der Blauhelmsoldaten halten noch etwa 1.300 Polizeikräfte dort die Stellung, die zum Training für Sicherheitsbeamte da sein sollen. Auch die Stärkung des Rechtsstaats und die Beobachtung, ob Menschenrechtsverletzungen begangen werden, gehören zu ihren Aufgaben.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Stern“, stern.de

Schlagwörter: Haiti, Rückführung, Abschiebung, Flüchtlinge, Little Haiti, Miami, USA, Blauhelmsoldaten, Erdbeben, Migranten, Migrationspolitik