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Ghana: Wie man Weihnachten in Ghana feiert

Meldung vom 22.12.2017

Es ist immer wieder spannend, zu hören, wie man in anderen Ländern Weihnachten feiert. Janet Kwakye Safo, die heute in Deutschland lebt, berichtet von den festlichen Gewohnheiten in ihrer Heimat Ghana.

Eigentlich ist Weihnachten in Ghana gar nicht so anders als in Europa. Und doch gibt es Abweichungen, manches ist einfach exotischer. „Statt einer Tanne schmücken wir zu Weihnachten eine Palme, die wir zuvor ausgegraben und im Wohnzimmer aufgestellt haben“, berichtet Janet Kwakye Safo, die in der Kleinstadt Abetifi groß geworden ist.

Als Schmuck werden Weihnachts-Grußkarten in den Baum gehängt und spezielle Kekse, die die Kinder später verzehren dürfen. „Als ich Kind war, gab es als Weihnachtsgeschenk ein neues Sonntagskleid und neue Schuhe“, sagt die 54-Jährige. Während der Feiertage stehen die Gottesdienste in der Kirche und das ausgiebige Essen im Mittelpunkt, sofern es den Familien gut geht.

„Drei Stunden sind wir am Heiligen Abend in der Kirche. Es wird getanzt und gesungen, gebetet und gelacht. Dazu gibt es ein Krippenspiel“, erklärt Safo, die häufig für die Weihnachtstage in ihr Heimatland fliegt. Danach kommt daheim eine Vielzahl von Speisen auf den Tisch. Die Groß-Familien versammeln sich, auch Nachbarn und Freunde dürfen sich oft dazugesellen. Wer arm und bedürftig ist oder nicht kommen kann, dem werden Speisen nach Hause gebracht.

Gerne wird beispielsweise Erdnusssuppe und solche aus Palmnüssen, Hühner- und Lammsuppe aufgetischt. Der zweite Gang besteht beispielsweise aus Kokos-Hähnchen aus dem Ofen, Kochbananen, Spinat mit Erdnüssen, Fufu mit Okraschoten. Außerdem bereiten die Frauen viele Reisgerichte wie den für Westafrika typischen „Jollof-Reis“ zu, ein langsam geschmortes Reisgericht, ähnlich einem Risotto.

Eine weitere Beilage ist oft die Yamswurzel, die an Geschmack und Konsistenz einer Kartoffel ähnelt. Dieser Ablauf mit Gottesdienst und anschließendem Essen wiederholt sich am ersten Weihnachtstag und zu Silvester. Das neue Jahr wird in der Kirche eingeleitet, Raketen werden davor gezündet. „Mein Opa hatte einen Laden, wo man diese einfachen Böller kaufen konnte“, erzählt Safo. Danach werde wieder gegessen, „ohne Ende“. Um 9 Uhr am 1. Januar muss man aber wieder fit sein, denn da findet schon der nächste Gottesdienst statt.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „RP Online“, rp-online.de

Schlagwörter: Ghana, Weihnachten, Kirche, Ritual, Gewohnheiten, Gottesdienst