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Syrien: Mehr als hundert Raketen auf Damaskus und Homs

 
Meldung vom 16.04.2018

Der versprochene Gegenschlag ist erfolgt: Mehr als hundert Marschflugkörper haben die USA, Frankreich und Großbritannien auf militärische Ziele in Syrien abgefeuert. Offenbar hatte man aber nur Produktionsstätten für Chemiewaffen im Visier.

Die USA, Frankreich und Großbritannien haben am Samstag (14.04.2018) Ziele in Syrien unter Beschuss genommen und dadurch nach eigenen Angaben das syrische Chemiewaffenprogramm stark beschädigt. Russlands Präsident Wladimir Putin drohte den USA und ihren Verbündeten, man werde weitere Luftschläge in Syrien nicht hinnehmen. Dies hätte sonst unabsehbare Folgen und würde im Chaos enden.

Nach US-Angaben wurden 105 Raketen gezündet. Russland habe mehr als hundert Raketen gezählt, darunter Marschflugkörper und Luft-Boden-Raketen. Diese seien „vom Meer und aus der Luft auf syrische militärische und zivile Ziele“ gerichtet worden, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. US-General McKenzie erklärte, das Chemiewaffenprogramm Syriens sei „um Jahre“ zurückgeworfen.

Die Ziele standen schnell fest. Man habe sich auf Lager- und Produktionsstätten chemischer Waffen fokussiert. Andere Ziele wie Flughäfen habe man fallen gelassen. Nach US-Angaben wurden ein Forschungszentrum bei Damaskus, eine mutmaßliche Lagerstätte für chemische Waffen sowie eine Kommandoeinrichtung bei Homs aus der Luft beschossen. Es drehte sich dabei um „Präzisionsschläge“.

Laut der in Großbritannien ansässigen, oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden zwei Forschungseinrichtungen in Damaskus sowie in der Region Homs bombardiert. Zudem seien fünf Militärstützpunkte und -lager im Raum Damaskus unter Beschuss geraten. Das syrische Staatsfernsehen erwähnte zudem Angriffe auf Armeelager in der Region Homs. Nach Angaben aus Moskau wurden Ziele in der Nähe der russischen Stützpunkte in Syrien ausgespart.

Es gab nach bisherigen Angaben keine Opfer. Syrischen Staatsmedien zufolge konnte man nur Sachschäden nach den Luftabgriffen beklagen. Auf eine Militärstellung in Homs abgefeuerte Raketen seien umgelenkt worden, dadurch wurden drei Zivilisten verwundet. Nach Auskunft der Syrischen Beobachtungsstelle wurden alle attackierten Einrichtungen auf Grundlage russischer Geheimdienstinformationen vor drei Tagen evakuiert.

Russland kündigte eine „entschiedene Antwort“ bei einem weiteren US-Angriff in Syrien an. Die Regierung in Moskau rechnet nach Angaben von Vize-Außenminister Sergej Rjabkow derzeit aber nicht mit einem weiteren Luftangriff.

In Syrien muss nach Einschätzung der Bundesregierung Frieden wiederhergestellt sein, damit ein politischer Prozess zum Übergang zu einer anderen Regierung angestoßen werden kann. Bis dahin müsse man die Realitäten akzeptieren, wie sie sich präsentierten, sagt Regierungssprecher Steffen Seibert auf die Frage, wie es mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad weitergehen soll.

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die Luftangriffe seines Landes sowie der USA und Großbritanniens auf Ziele in Syrien als Erfolg eingestuft. „Die Operation, zu der wir uns entschlossen haben, wurde perfekt ausgeführt“, meinte Macron am Sonntag in einem Live-Interview des Fernsehsenders BFM und der Online-Investigativseite Mediapart. Alle Raketen hätten ihr Ziel getroffen.

Er offenbarte zudem, dass er US-Präsident Donald Trump zum Verbleib in Syrien und zu dem Angriff überreden musste. „Vor zehn Tagen wollte Präsident Trump die Vereinigten Staaten aus Syrien abziehen. Wir haben ihn davon überzeugt zu bleiben“, erläuterte Macron. Frankreich wolle den Weg dafür bahnen, dass sich westliche Staaten, Russland und die Türkei wieder diplomatisch annähern können, um eine langfristige politische Lösung in Syrien zu erreichen. Er sei bereit, als Vermittler zwischen den USA und Russland zu dienen.

Putin warnte derweil, dass weitere Angriffe die internationalen Beziehungen stark verschlechtern könnten. Sollten diese militärischen Maßnahmen, die die UN-Charta verletzen, fortgeführt werden, entstehe internationales „Chaos“, sagte Putin einer Kremlmitteilung zufolge in einem Telefongespräch mit dem iranischen Präsidenten Hassan Ruhani.






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „n-tv“, n-tv.de

Schlagwörter: Syrien, Luftangriff, NATO, Frankreich, Großbritannien, USA, Emmanuel Macron, Donald Trump, Chemiewaffen, Ziele, Raketen, Präzisionsschläge, Geheimdienst, internationale Beziehungen, Homs, Damaskus, Schäden, Forschungseinrichtungen, Opfer, Giftgas, US-Angriff, Wladimir Putin, Militär, UN-Charta, Hassan Ruhani