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Mexiko: Welle der Gewalt – Drei Filmstudenten ermordet

Meldung vom 30.04.2018

Die Gewalt in Mexiko reißt nicht ab – im Gegenteil, die Drogenmafia wird immer brutaler und skrupelloser. Tausende Menschen fallen jedes Jahr den Gräueltaten der Kartelle zum Opfer. Von vielen Toten wird gar keine Notiz genommen. Jetzt aber scheint es den Mexikanern genug zu sein, denn die jüngste Tat ist ein Zeugnis unvorstellbarer Brutalität.

Wieder wurden junge Menschen in Mexiko zum Ziel der Kriminalität, diesmal sind es drei Filmstudenten, die grausam umgebracht wurden. Zahlreiche Menschen sind gegen die Gewalt im Land aufgestanden und haben demonstriert. „Film Ja, Tod Nein“, verlangten die Demonstranten am Unabhängigkeitsdenkmal im Zentrum von Mexiko-Stadt. „Es sind nicht nur drei, es sind wir alle.“

Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft waren die Studenten nach Dreharbeiten für einen Kurzfilm von Mitgliedern des Drogenkartells Jalisco Nueva Generación entführt und gefoltert worden. Dann ermordeten sie die jungen Männer und lösten ihre Leichen in Säure auf, eine gängige Methode der Mafia, um Tote verschwinden zu lassen. Vermutlich glaubten die Drogengangmitglieder, die Studenten hätten sich einer rivalisierenden Bande angeschlossen.

„Jeden Tag hören wir von so vielen sinnlosen Morden“, klagte eine Studentin auf der Demonstration. „Ich halte es nicht mehr aus. Ich will in Mexiko in Frieden leben und eine Zukunft haben, wie wir jungen Leute sie verdienen.“

Auch der mexikanische Regisseur und Oscarpreisträger Guillermo del Toro zeigte sich schockiert über den Mord an den drei jungen Männern in seiner Heimatregion Jalisco. „Worte reichen nicht aus, um das Ausmaß dieses Wahnsinns zu verstehen. Drei Studenten wurden ermordet und in Säure aufgelöst. Das Warum ist undenkbar, das Wie ist schreckenerregend“, meldete sich der Regisseur auf Twitter zu Wort. Der Schauspieler Gael García Bernal sagte: „Welche Trauer. Dieser Alptraum muss aufhören.“

Mexiko ist derzeit Schauplatz einer beispiellosen Gewaltwelle. Mit über 29.000 Tötungsdelikten hat das Land 2017 einen neuen Rekord der Gewalt verzeichnet. Rund 30.000 Menschen sind zudem unauffindbar. Vielen Opfern wird kaum Beachtung geschenkt. Nur die wenigsten Fälle schaffen es in die Medien oder gar vor Gericht.

Zahlreiche Festnahmen und Tötungen mächtiger Kartellbosse hatten zuletzt brutale Machtkämpfe innerhalb der Verbrechersyndikate ausgelöst. Außerdem streiten sich zunehmend auch kleinere Banden um Geschäftsanteile und Einflussbereiche. Neben dem Drogenhandel beziehen die Kartelle auch Gelder aus Schutzgelderpressung, Menschenhandel und Benzindiebstahl.

Zu dem Verbrechen an den drei Studenten bezog sogar Präsident Enrique Peña Nieto von seiner Europareise aus Stellung. „Der brutale Mord an Javier, Daniel und Marco schmerzt und empört alle Mexikaner“, erklärte der Staatschef auf Twitter. „Mein Beileid und meine Solidarität gelten den Angehörigen, Freunden und Kommilitonen für diesen schrecklichen Verlust.“




Quelle: „Merkur“, www.merkur.de

Schlagwörter: Mexiko, Mord, drei Filmstudenten, Drogenkrieg, Drogenmafia, Kartelle, Entführung, Leichen, Säure, Folter, Demonstration, Kriminalität, Jalisco, Jalisco Nueva Generación, Guillermo de Torro, Enrique Peña Nieto