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Nicaragua: Schlägertruppe greift Uni an – Proteste gehen weiter

 
Meldung vom 14.05.2018

Eine Schlägertruppe in Zivil greift in Nicaragua die von widerständigen Studenten besetzte Uni an. Das schürt erneut Proteste. Bei dem Angriff kam ein Mensch ums Leben. Seit Wochen finden Demonstrationen gegen Präsident Daniel Ortega statt.

Bei der Attacke auf die Uni wurden zudem mindestens elf weitere Menschen verletzt, sagte Víctor Cuadras, ein Sprecher der studentischen Protestbewegung Movimiento Estudiantil 19 de Abril.

Die Studierenden verdächtigen eine von der Regierung beauftragte Truppe, hinter der Aktion zu stehen, sagte ein anderer Sprecher dem TV-Sender Canal 15. Nach seinen Angaben hatten die Angreifer zivile Kleidung an und trugen verschiedene Waffen bei sich. „Wir glauben, dass sie Mitglieder der Sandinistischen Jugend oder Polizisten in Zivil waren“, erklärte der Sprecher. Die Verletzten, darunter Studenten und Anwohner, würden in privaten Krankenhäusern aufgenommen, die sie kostenlos medizinisch versorgen wollten. Die Polizei und andere Behörden gaben zunächst keine Stellungnahme zu den Vorfällen ab.

Die Studierenden halten seit gut drei Wochen ein Gebäude der Polytechnischen Universität besetzt, um gegen Nicaraguas Präsidenten Daniel Ortega und seine Regierung Widerstand zu leisten. Laut einem Sprecher halten dort derzeit etwa 80 Studierende Stellung. Neben der Polytechnischen Universität harren seit drei Tagen auch im Sitz der Nationalen Autonomen Universität Nicaragua rund 70 Studentinnen und Studenten aus. Das Gebäude wurde von Polizisten und regierungsnahen Aktivisten belagert. Man rechnet damit, dass auch dort ein Angriff bevorsteht. Mit der Besetzung der Unis wollen die Studenten Ortega zum Nachgeben zwingen.

Seit Mitte April gehen sie gegen die umstrittene Sozialreform der Regierung an. Obwohl die Reform inzwischen annulliert wurde, haben die Demonstranten nun mehr im Sinn: Sie wollen inzwischen den Rücktritt von Ortega und seiner Frau, Vizepräsidentin Rosario Murillo, erreichen. Laut Menschenrechtlern starben bei den Krawallen mehr als 60 Menschen. Die Regierung wollte jedoch nur etwa zehn Tote gezählt haben.

Die Regierung Nicaraguas hatte derweil eingelenkt und sich für einen nationalen Dialog mit zivilen Organisationen bereit erklärt. Sie hat sich für die katholische Kirche als Vermittlerin ausgesprochen, allerdings muss die Bischofskonferenz des Landes noch Vertreter für die Gespräche berufen. Ob die Opposition des zentralamerikanischen Landes ebenfalls in den Dialog mit eingeschlossen wird, ließ Vizepräsidentin Murillo noch offen.


Video-Beiträge zu diesem Thema

 Proteste in Nicaragua




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Die Zeit Online“, zeit.de

Schlagwörter: Nicaragua, Proteste, Krawalle, Demonstration, Universität, Managua, Daniel Ortega, Rücktritt, Schlägertruppe, Zivil, Angriff, Besetzung, Widerstand, Studenten, Polytechnische Universität, Rosario Murillo, Dialog, katholische Kirche, Vermittler, Aktivisten
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