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Global: Die UN-Blauhelme werden 70 – Partystimmung kommt nicht auf!

Meldung vom 30.05.2018

Vor 70 Jahren erteilte der UN-Sicherheitsrat grünes Licht für den ersten Einsatz von Friedenssoldaten. Heute sind weltweit 15 Blauhelm-Truppen im Einsatz. Ihr Ziel ist oft schwammig, die Ausrüstung mangelhaft – und oft genug sind die vermeintlichen Helfer selbst zu Tätern geworden. Angesichts dieser Missstände sind die Blauhelme unter Druck und der Ruf der Vereinten Nationen ist nicht der beste, sagt der Journalist Marc Engelhardt.

In der Realität fällt die Bilanz der UN-Friedensmissionen, die am 29. Mai ihr 70. Jubiläum begehen, nicht sehr rühmlich aus. Mehr als 105.000 Einsatzkräfte aus 123 Ländern sollen derzeit in einer der 15 UN-Missionen für Frieden sorgen, unter ihnen gut 90.000 Soldaten. Doch die Blauhelme stehen derzeit in starker Kritik.

Am 29. Mai 1948 beschloss der UN-Sicherheitsrat erstmals, Soldaten unter dem Mandat der Vereinten Nationen in Krisengebiete zu entsenden. Die mit blauen Helmen als neutral gekennzeichneten Truppen sollten einen Waffenstillstand im Nahen Osten unterstützen und zur Stabilisierung der Lage beitragen. Damit ist die mit UNTSO abgekürzte Mission bis heute beschäftigt. Auch andere Missionen sind mit ihrem Auftrag seit Jahrzehnten zugange, ohne dass sich eine Lösung abzeichnet: Die Lage ist in vielen Konfliktregionen stagniert, beispielsweise auf Zypern, in der Westsahara sowie zwischen Indien und Pakistan.

Die Bundeswehr ist unter anderem involviert in UN-Missionen in Afghanistan, an der Küste des Libanon, im Sudan und dem Südsudan. Die größte Operation im Rahmen der Blauhelm-Einsätze hat die Bundeswehr mit bis zu 1.100 Soldaten in Mali, die als die derzeit gefährlichste weltweit gilt. 169 Soldaten sind bisher ums Leben gekommen, zwei Deutsche wurden 2017 bei einem Hubschrauberabsturz getötet.

Die Probleme des UN-Einsatzes in Mali sind die gleichen wie auch in anderen Ländern, beispielsweise in der Zentralafrikanischen Republik, dem Kongo oder dem Südsudan. Nach dem Skandal des Völkermords in Ruanda 1994, dem die dort stationierten Blauhelme passiv zuschauten, erteilte der UN-Sicherheitsrat den Missionen ein robusteres Mandat. Das ermöglicht den Soldaten den Waffengebrauch nicht nur zur Selbstverteidigung, sondern auch zum Schutz von Zivilisten. Die politische Zielsetzung der Missionen blieb dagegen oft unscharf umrissen. Nicht nur in Mali soll die UN-Mission einen Frieden aufrechterhalten, der nicht existiert. Zweck, Ziel und somit auch ein mögliches Ende des Einsatzes bleiben damit in der Schwebe.




Quelle: „Inforadio“, www.inforadio.de

Schlagwörter: Globale Projekte, Blauhelme, Blauhelm-Soldaten, UN, Friedenstruppen, UN-Sicherheitsrat, Einsätze, Friedens-Missionen, Völkermord, Ruanda, Mandat, Waffen, Waffengebrauch, Schutz, Zivilisten, Jubiläum, Geburtstag, 70 Jahre
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