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Äthiopien: Tauwetter sorgt auch für Unruhen

Meldung vom 19.09.2018

Der äthiopische Regierungschef Abiy Ahmed hat mehr als tausend Oppositionelle aus dem Stamm der Oromo eingeladen, nach Äthiopien zurückzukehren. Sie sind inzwischen aus dem Exil wieder in ihrer Heimat eingetroffen. Doch das hat nicht nur Frieden bewirkt, sondern leider auch für Unruhen gesorgt. Offenbar ist es zu ethnischer Gewalt durch die Oromo-Volksgruppe gekommen. Danach haben in Addis Abeba Tausende für mehr Sicherheit demonstriert. Am Wochenende waren 23 Menschen bei den Auseinandersetzungen gestorben.

Am Rande der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba sind am Wochenende mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen. Die Medien berichten, dass bei den Übergriffen ethnische Minderheiten angegriffen wurden. Jugendliche Banden, die der Volksgruppe der Oromo angehören, sollen demnach Angehörige anderer Ethnien attackiert haben.

Gegen die Gewaltwelle gingen in der Hauptstadt Addis Abeba tausende Menschen auf die Straße. Ursache der Gewalt war möglicherweise, dass die Führung und viele Kämpfer der oppositionellen Oromo-Befreiungsfront am vergangenen Samstag (15.09.2018) aus dem Exil in die Heimat zurückkehrten.

Die Gewaltausbrüche sind vor allem für Ministerpräsident Abiy Ahmed eine kleine Niederlage. Er zählt selbst zu den Oromo und ist der erste Ministerpräsident mit diesem ethnischen Hintergrund. Die Oromo sind zwar die größte Volksgruppe in Äthiopien, aber am wenigsten in Entscheidungspositionen des Landes vertreten. Abiy hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Land zu erneuern und die verschiedenen Ethnien zu versöhnen. Daher entfernte er die Oromo-Befreiungsfront von der Terrorliste. Die Oromo kritisieren seit Jahren von anderen, kleineren ethnischen Gruppen unterdrückt und klein gehalten zu werden.

Nach dem Friedensversprechen zwischen Äthiopien und Eritrea trafen die Oppositionellen auf dem äthiopischen Flughafen ein. Tausende Äthiopier haben am Samstag die Führung der oppositionellen Oromo-Befreiungsfront bei ihrer Rückkehr aus dem Exil willkommen geheißen. Zuvor hatte Abiy die Gruppe von der Terrorliste gelöscht und eingeladen, sich friedlich in das politische Leben einzubringen.

Neben Oromo-Chef Dawud Ibsa und anderen Funktionären kehrten auch etwa 1.500 Kämpfer aus dem benachbarten Eritrea zurück. Die Feier in der Hauptstadt Addis Abeba wurde unter massiven Sicherheitsvorkehrungen abgehalten. Immer wieder kommt es in dem Land zu Zusammenstößen zwischen Jugendlichen aus der Region Oromia und der Polizei.

Die Oromo-Befreiungsfront wurde 1973 ins Leben gerufen. Sie hat sich das Recht auf Selbstbestimmung der Oromo zum Ziel gemacht. Abiy ist der erste Oromo, der an die Macht gekommen ist. Er hat die Opposition aufgefordert, sich auf einen Dialog einzulassen, eine Amnestie für politische Gefangene erteilt und unter den Konflikt mit dem Nachbarland Eritrea nach 20 Jahren einen Schlussstrich gesetzt. Am Sonntag (16.09.2018) wurde in Saudi-Arabien das Friedensabkommen mit Eritrea endgültig signiert.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Spiegel Online“, spiegel.de

Schlagwörter: Äthiopien, Oromo, ethnische Gewalt, Friedensabkommen, Proteste, Addis Abeba, Abiy Ahmed, Reformen, Versöhnung, Terrorliste, Amnestie