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Nicaragua: Demonstration einmal anders – Tausende gehen kniend ins Gebet

Meldung vom 28.09.2018

Die Krise in Nicaragua hat bislang hunderte Tote, tausende Verletzte und unzählige Vermisste zur Folge. Jetzt haben einige der Demonstranten einen ungewöhnlichen Weg eingeschlagen: Mitten auf der Protestaktion sind sie ins Gebet gegangen.

Seit April 2018 brodeln in Nicaragua schwere Unruhen: Massenproteste gegen die Regierung, die sich unter anderem durch Folter, das Verschwindenlassen von Menschen und Korruption immer unbeliebter gemacht hat, werden von Regierungskräften gewaltsam niedergeschlagen. Insbesondere unbewaffnete Studenten wurden hart angegangen, so dass in den letzten fünf Monaten mehrere hundert Todesopfer – hauptsächlich auf Seiten der Demonstranten – registriert wurden.

Inmitten der Krise und den Demonstrationen schlossen sich auch Ärzte und Studenten den Aktionen an. Sie kamen auf die Straße – um sich dort hinzuknien und für die Menschen zu beten, die ohne Prozess und rechtliche Grundlage vom Ortega-Regime festgehalten werden oder einfach verschwunden sind. Die Gebetsaktion war eine unmittelbare Reaktion auf eine Razzia in Managua, bei der mindestens 32 Menschen inhaftiert wurden.

Eigentlich sollte die Demonstration ablaufen wie gewohnt. Doch – so berichten es die Teilnehmer – die Polizei begann, die Demonstranten so brutal zu attackieren, dass sich diese hinknieten und ihnen nichts mehr blieb, als Gott um Hilfe anzuflehen. Das Bild der knienden Demonstranten wurde schnell in den sozialen Medien verbreitet.

Auch die Evangelische Allianz Nicaraguas hat sich auf intensives Gebet verlegt, um der Krise etwas entgegen zu setzen. Seit zwei Monaten fasten und beten die Mitglieder des evangelischen Bündnisses jeden Dienstag, „bis sich die Situation von Nicaragua wieder normalisiert“, sagte der Präsident der Evangelischen Allianz Nicaragua, Mauricio Fonseca, und ergänzte: „So wollen wir auch Sie bitten, dass Sie nicht aufhören, für Nicaragua zu beten und zu fasten.“

Doch Fasten und Gebet ist nicht der einzige Hilfsansatz: Gemeinsam mit den Einkaufsmarkt-Ketten Wal-Mart und Pricemart in ganz Lateinamerika hilft die Evangelische Allianz Nicaragua Familien, deren Leben durch die Krise in existenzieller Gefahr ist. Dabei haben die Christen es so organisiert, dass sie selbst keine Spendengelder verwalten müssen. „Wir haben den Spendern gesagt, dass es eine Methode ist, bei der wir nicht eine Münze anfassen müssen, denn das wollen wir nicht. Sie gehen [zum Einkaufsmarkt] und zahlen dort ein und wir gehen zu diesen Firmen, insbesondere zu Pricemart, und holen Reis, Bohnen, Zucker, Öl, Kaffee, Pinolillo [Meismehlgetränk]“ und diese Dinge werden dann an Familien in wirtschaftlichen Notlagen verteilt.

Inzwischen gehen die Proteste weiter: Mindestens 300 Nicaraguaner haben vor dem Gebäude der Vereinten Nationen in New York gegen die Politik von Präsident Daniel Ortega demonstriert. Die Demonstranten skandierten „Mörder“ und „Diktator“. Die Organisation „S.O.S. Nicaragua“ hatte die Aktion angeleitet. Der Präsident des mittelamerikanischen Landes blieb der UN-Generalversammlung fern. Der Ausschuss für Außenpolitik des US-Senats stimmte unterdessen einer Gesetzesvorlage für Sanktionen gegen Mitglieder der Regierung Nicaraguas wegen Menschenrechtsverletzungen zu.




Quelle: „jesus.ch“, http://www.jesus.ch/magazin/international/afrika/219482-2318_gefangene_in_sambia_freigelassen.html

Schlagwörter: Nicaragua, Unruhen, Proteste, Demonstrationen, Studenten, Gebet, Daniel Ortega, Rücktritt, Rücktrittsforderungen, UN, New York, Sanktionen, Menschenrechtsverbrechen, Tote