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Honduras: Trump will Finanzen für mittelamerikanische Staaten kürzen

 
Meldung vom 24.10.2018

US-Präsident Donald Trump will Entwicklungshilfegelder für Guatemala, Honduras und El Salvador kürzen, weil die Staaten nicht entschieden genug gegen den Zug einer Migranten-Karawane Richtung USA eingegriffen hätten. Auf Twitter ließ er am Montag (22.10.2018) wissen, die Regierungen der drei mittelamerikanischen Länder seien nicht in der Lage gewesen, „den Job zu machen, Leute aufzuhalten, ihr Land zu verlassen und illegal in die Vereinigten Staaten zu kommen. Wir werden nun damit beginnen, die massive Auslandshilfe zu streichen oder erheblich zu reduzieren, die sie regelmäßig bekommen.“

Vorausgegangen waren Turbulenzen, die ein großer Flüchtlingstreck ausgelöst hatte. Die Menschen hatten sich vergangene Woche aus dem honduranischen San Pedro Sula auf den Weg in Richtung USA gemacht. Der Zug begann mit etwa 160 Menschen. Unterwegs stießen aber immer mehr dazu und die Karawane ist auf mehrere tausend Menschen angewachsen.

Honduras leidet unter Gewalt und Armut, nach offiziellen Zahlen fristen 68 Prozent der Honduraner ein Leben unter der Armutsgrenze, die Mordrate ist eine der höchsten weltweit. US-Präsident Trump hat aber keinen Blick für die Notlage dieser Menschen – stattdessen stufte er den Fußmarsch der Honduraner nun als „nationalen Notstand“ für die USA ein. Er habe deswegen den Grenzschutz und das Militär eingeschaltet.

Trump verbreitete die Information, dass sich „Kriminelle und unbekannte Menschen aus dem Nahen Osten“ unter die Flüchtlinge gemischt haben. Ärzte, Hilfskräfte und Journalisten, die die Karawane begleiteten, berichteten von völlig anderen Umständen. Demnach sind die Flüchtenden in einer sehr großen Notlage. Augenzeugen berichteten von Familien, die in dem Gedränge auseinandergerissen worden sind, von dehydrierten Kindern, die nach Wasser rufen und von schmerzhaften Verbrennungen durch die Sonne und den glühenden Asphalt.

Die zwischenzeitlich auf 3.000 bis 5.000 Menschen angewachsene Migrantengruppe hatte am Wochenende in Südmexiko ihren Marsch Richtung USA weitergeführt. Die mexikanische Polizei hatte die Migranten teilweise blockiert, dennoch schafften es viele Menschen über die Grenze. Dazu sagte Trump: „Bedauerlicherweise sieht es so aus, dass Mexikos Polizei und Militär unfähig sind, die Karawane zu stoppen.“

Zuvor hatte Trump bereits angekündigt, sollten die Migranten nicht aufgehalten werden, werde er das US-Militär in Bereitschaft versetzen und die Südgrenze der USA abriegeln. Zudem drohte er, das kürzlich geschlossene Handelsabkommen mit Mexiko wieder zu annullieren. Die mexikanische Regierung hingegen erinnerte daran, dass auch derartige Schritte nichts an den Ursachen änderten, weshalb die Menschen die beschwerliche Flucht in Richtung Norden auf sich nähmen.






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Süddeutsche Zeitung“, sueddeutsche.de

Schlagwörter: Honduras, Flüchtlinge, Migranten, Flüchtlingstrek, Karawane, USA, Donald Trump, Kürzung, finanzielle Hilfe, Gewalt, Chaos, Grenze, Grenzübertritt, San Pedro Sula, Grenzschutz, Militär