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Mexiko: Die ersten Migranten haben Mexiko-Stadt erreicht

Meldung vom 06.11.2018

Die erste Gruppe der Migranten, die derzeit in Richtung USA wandern, ist in Mexiko-Stadt angekommen. Rund 1.700 Menschen aus Mittelamerika hätten in der mexikanischen Hauptstadt eine Rast eingelegt, gab die Tageszeitung La Jornada am Sonntag (04.11.2018) bekannt. Etwa 450 von ihnen durften in einem Stadion kampieren, wo sie Lebensmittel bekamen und medizinisch versorgt wurden.

Eine weitere Gruppe von rund 2.000 Migranten erreichte Medienberichten zufolge die rund 100 Kilometer entfernte Stadt Puebla. Die Mittelamerikaner wollen von dort nach Mexiko-Stadt vorrücken.

Im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas ist eine weitere Karawane unterwegs. Die rund 1.500 Menschen bewältigten einen rund 180 Kilometer langen Fußmarsch von der Grenze zu Guatemala bis zur Stadt Arriaga. Eine Gruppe mit rund 2.000 Menschen, die hauptsächlich aus El Salvador kommen, harrt in der guatemaltekischen Grenzstadt Tecún Umán aus und plant, von dort aus die Grenze nach Mexiko passieren zu können.

„In Honduras ist die Lage aussichtslos“, meint Lorena (24). „Ich will, dass es meine Tochter einmal besser hat.“ Gemeinsam mit ihrem kleinen Mädchen sowie zwei Freundinnen hat sich die junge Mutter aus Honduras in den Flüchtlingstreck eingereiht. „Wir haben davon bei Facebook gelesen. Woher der Aufruf stammt, weiß ich auch nicht.“

Viele Hintergründe der Migrantenkarawane sind nebulös, es gibt Ambitionen von Nichtregierungsorganisationen wie Pueblo sin Fronteras (Volk ohne Grenzen), die legale Migrationsrouten erzwingen wollen und als inoffizielle Sprecher der Karawane fungieren. Doch einige Migranten sind auch skeptisch angesichts der politischen Instrumentalisierung.

„Ich respektiere Donald Trump und seine Entscheidungen. Er will nur Gutes für sein Land. Ich hoffe trotzdem, dass er uns eine Chance gibt, zu beweisen, dass wir hart arbeiten können“, meint Jose (34), der mit einer weißen Friedensfahne über die Straßen Mexikos läuft. „Als Zeichen dafür, dass wir friedliche Absichten haben. Wir sind keine Kriminellen“, betont der Mann, der zwei Töchter in Honduras verlassen hat. „Für sie nehme ich das alles auf mich. Sie sollen eine Chance bekommen.“

In ihrer Heimat haben die meisten Migranten jegliche Hoffnung auf eine Zukunft verloren. Angefangen hat alles vor gut zwei Wochen in der honduranischen Großstadt San Pedro Sula, eine der kriminellsten Städte weltweit. Erst wurden die Informationen in sozialen Netzwerken gestreut, dann berichteten das Fernsehen und die Zeitungen darüber. Immer mehr Leute sahen darin eine plötzliche Gelegenheit, ihre Heimat zu verlassen, um zu versuchen, in die USA zu gelangen. Und das in relativer Sicherheit einer Karawane. Das war besonders für Frauen und Kinder attraktiv. Nicht wenige waren sogar angestellt, wie Lorena: „Aber ich habe so wenig verdient, es hat nicht gereicht. Nicht einmal ansatzweise.“

Die Mexikaner jedenfalls helfen den Migranten auf dem Weg: Kinder versorgen die Migranten mit Obst, kleine Nachbarschaftsgruppen stellen ehrenamtliche Verpflegungsstätten auf die Beine. Trotz der Strapazen sind die Migranten deshalb bei ihrer Etappe von Oaxaca nach Veracruz in verhältnismäßig guter Stimmung. Auch Lorena fühlt sich als Frau sicher. Bislang ist es noch nicht zu Übergriffen auf Frauen und Mädchen aus dieser Karawane gekommen. Trotzdem bleibt eine große Ungewissheit, wie es weitergehen soll, wenn die USA tatsächlich ihre Tore dicht machen. „Mexiko ist eine Alternative“, meint Lorena. „Aber die USA haben Priorität.“




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „ZDF“, heute.de

Schlagwörter: Mexiko, Migranten, Migranten-Karawane, USA, Mexiko-Stadt, Aufrufe in sozialen Netzwerken, Instrumentalisierung