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Syrien: Die Terrormiliz IS kurz vor ihrem Zusammenbruch?

 
Meldung vom 14.02.2019

Wieder wird gekämpft in Syrien. Die heftigen Gefechte haben wohl einen starken Antrieb: US-Präsident Donald Trump will den Abzug seiner Truppen beschleunigen und daher die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) restlos eliminieren. Das gäbe ihm endgültig die Möglichkeit, mit ruhigem Gewissen das Schlachtfeld zu verlassen. Bis auf wenige Meter haben Truppen der Anti-IS-Koalition die Terroristenmiliz im Osten Syriens zurückgedrängt. Der IS versucht, sich verzweifelt mit dem Einsatz von Selbstmordattentätern zur Wehr zu setzen.

Wenige Tage nach Beginn einer Offensive haben Truppen unter kurdischer Führung den größten Teil der letzten IS-Bastion in Syrien unter ihre Herrschaft gebracht. Kämpfer der Terrormiliz IS verbarrikadierten sich in dem Ort Baghus noch in Lagern, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Der IS stehe kurz vor dem Aus.

Die Extremisten griffen nun auf die Taktik zurück, sich unter Zivilisten zu verbergen. Es seien heftige Gefechte zugange und die in Tunneln verschanzte Extremistengruppe schicke Selbstmordattentäter in die Schlacht, darunter auch Frauen, sagte ein Sprecher der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF). Die SDF gehen mit Unterstützung der internationalen Anti-IS-Koalition seit Samstag (09.02.2019) in einer „finalen Offensive“ gegen die Terrormiliz vor.

„Es gibt starken Widerstand“, berichtete der SDF-Sprecher Adnan Afrin. Die letzten IS-Kämpfer verfügten noch über einen Quadratkilometer Wohngebiet mit Häusern sowie über ein Lager im Süden von Baghus. Man habe es noch mit rund tausend Kämpfern und Kämpferinnen zu tun, die in dem Dorf am Euphrat Widerstand leisten, sagte der Sprecher des kurdisch-arabischen Bündnisses.

„Es gibt viele Tunnel in Baghus. Daher verzögert sich der Einsatz“, schilderte er die Lage. Auch würden viele Selbstmordattentäter die SDF-Kräfte mit Fahrzeugen und Motorrädern attackieren, die mit Sprengstoff ausgerüstet seien. Allein am Dienstag hätten zwei Frauen den Zündsatz an ihrem Körper zur Detonation gebracht. In Baghus sei man vor allem noch mit ausländischen, insbesondere auch deutschen Dschihadisten konfrontiert, wobei Iraker das Kommando führten.

Zehntausende Menschen hätten seit Beginn der SDF-Offensive im September 2018 aus der letzten IS-Bastion im Euphrattal die Flucht ergriffen, darunter mehrere Tausend Kämpfer. In den vergangenen Tagen kapitulierten zahlreiche, oft ausgehungerte IS-Kämpfer mit ihren Familien und lieferten sich der Armee aus. Doch gab es auch wiederholt Gegenangriffe, welche die SDF-Truppen beim Vormarsch aufhielten. Bei den Angriffen starben mehrere Zivilisten, wie Aktivisten im Gebiet berichteten.

Der IS stand 2014 im Zenit seiner Macht. Damals beherrschten die Dschihadisten ein Gebiet, das große Teile Syriens und des Iraks umfasste. Mittlerweile haben IS-Anhänger auch in anderen Ländern Unterschlupf gefunden, etwa in Libyen oder Afghanistan.

Der amerikanische Präsident Donald Trump sieht den Kampf als fast beendet an – und will damit die Grundlage für seinen geplanten Truppenabzug schaffen. Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ist nicht so optimistisch: „Wir wissen, dass der IS nicht geschlagen ist, aber dass er sein Gesicht, seine Vorgehensweise verändert“, betonte die CDU-Politikerin vor der Münchner Sicherheitskonferenz.


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Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Spiegel Online“, spiegel.de

Schlagwörter: Syrien; Kämpfe, IS, Islamischer Staat, Kurden, Kurdenmiliz, Selbstmordattentäter, Baghus, Bastion, Syrische Demokratische Kräfte, Gefechte, Dschihadisten, Donald Trump, Islamisten, Offensive, Anit-IS-Koalition, Rückzug, Zusammenbruch, Kriegsende, Abzug, Truppenabzug, USA