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Südsudan: Weiterhin Tote trotz Friedensabkommen

Meldung vom 04.07.2019

Im Südsudan hat das Friedensabkommen, das 2018 geschlossen wurde, die extreme Gewalt in einigen Landesteilen nicht beenden können. Ein UN-Bericht hat nun eine Liste herausgegeben, auf der hundert Todesopfer stehen. Zudem werden Regierungssoldaten sexueller Übergriffe bezichtigt.

Offiziell ist im Südsudan seit August 2018 ein Friedensschluss zwischen Präsident Salva Kiir und seinem früheren Vize-Präsidenten Riek Machar rechtskräftig. Nun aber dokumentiert ein UN-Bericht, dass die Kämpfe in Teilen des Landes fortgeführt werden. In der Zeit zwischen dem Waffenstillstand und April 2019 nahmen die UN-Ermittler eine Eskalation der Gewalt im Süden des Landes wahr, bei der mehr als hundert Zivilisten ums Leben kamen. Im gleichen Zeitraum sollen Soldaten der Regierungsarmee in der Provinz Central Equatoria rund hundert Frauen und Mädchen vergewaltigt haben.

Allerdings sei die Gewalt in dieser Provinz derzeit eine Ausnahme zum allgemeinen Trend eines „deutlichen Rückgangs durch den Konflikt bedingter Verletzungen und Missbräuche“ seit Inkrafttreten des Abkommens, lautet es in dem Bericht.

Der Südsudan machte sich 2011 nach einem Referendum vom Sudan unabhängig, 2013 wurde das Land von einem ethnisch motivierten Bürgerkrieg ergriffen. Eine Untersuchung britischer Wissenschaftler ergab 2018, dass der Konflikt durch direkte Gewalt, aber auch durch kriegsbedingten Hunger und Krankheit, bis zu 400.000 Todesopfer hervorgebracht hat, Millionen sind im Land auf der Flucht oder suchten Schutz in Nachbarländern wie Uganda, Äthiopien und Kenia.

Nach der Signierung des Friedensabkommens nahmen sich die vormaligen Kriegsparteien im Mai vor, binnen sechs Monaten eine Einheitsregierung aufstellen zu wollen. Ein solcher Versuch war allerdings auch in der Vergangenheit mehrfach gescheitert.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Spiegel Online“, spiegel.de

Schlagwörter: Südsudan, Gewalt, Tote, Friedensabkommen, UN, UN-Bericht, Bürgerkrieg, Einheitsregierung, Salva Kiir, Riek Machar