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Mexiko: Avocado-Krise – Guacamole verschwindet von der mexikanischen Speisekarte

 
Meldung vom 19.07.2019

In Mexiko sind die Menschen in ihrem Nationalstolz arg getroffen: Dort sorgt gerade ein Dip landesweit für Empörung. Die beliebte Guacamole wurde durch einen billigen Ersatzdip ausgetauscht. Der Grund ist im Nachbarland zu suchen. Der amerikanische Hunger nach Avocados ist gewaltig.

Avocados, das sind die gehaltvollen, grünen, birnenförmigen Früchte; die, bei denen man im Supermarkt genau prüfen muss, welchen Reifegrad sie haben, damit sie auch wirklich schmecken. Früher wegen ihres Rufs als Dickmacher eher weniger begehrt, sind sie heute als „Superfood“ überall populär und dürfen in keinem trendigen Restaurant fehlen.

Dass die Avocado heiß begehrt ist, dokumentiert ein Blick in die sozialen Netzwerke: Auf Instagram werden unter dem Hashtag Avocado fast zehn Millionen Fotos präsentiert. Dort wird die exotische Frucht im Salat angeboten oder zum Smoothie verarbeitet, man könnte auch sagen: sie wird inszeniert. Nach wie vor gerne gegessen wird aber auch die klassische Guacamole, ein Dip, der hauptsächlich aus Avocado zubereitet wird. Mit ihm fing der ganze Rummel um die grüne Frucht erst an.

Doch ausgerechnet Mexiko, dessen Nationalgericht die Guacamole ist, muss die landestypische Speise jetzt entbehren. Das liegt an den derzeit hohen Avocado-Preisen, die sich in den vergangenen Jahren um das Fünffache erhöht haben. Zuletzt hatte die Warnung des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, die Grenze nach Mexiko abriegeln zu wollen, zu einer Preisexplosion geführt: Viele Einkäufer beschlossen daraufhin sofort, sich noch schnell mit Avocados einzudecken. Zusätzlich kletterte der Preis besonders im Jahr 2018 nach oben, denn die Ernte war schlecht – und der Appetit im Nachbarland Amerika ungebrochen. Dort ist der Markt natürlich interessanter als in Mexiko, die Händler erzielen höhere Preise für die Avocados.

Im Herstellungsland Mexiko wurde sie währenddessen von den Speisekarten gestrichen. Zu Tacos und Burritos bieten viele mexikanische Gastronomen stattdessen aus der Not heraus einen Guacamole-Ersatzdip an. Der wird aus Tomatillo, Zucchini, Öl und Chili hergestellt – die Hauptzutat Avocado wurde durch billigere Zutaten ersetzt. Landesweit reagiert man mit Empörung auf den Guacamole-„Abklatsch“, das mexikanische Magazin Chilango schreibt sogar von „einer Soße, die uns das Herz bricht“.

Die „Guacamole-Krise“ ist allerdings keine Überraschung. Schon vor fünf Jahren hatten Restaurantketten vorhergesagt, dass die Früchte teurer werden könnten. Avocados benötigen Unmengen an Wasser, um reifen zu können. Doch Wasser wird immer knapper, der Klimawandel verschärft den Mangel noch. Auch Menschenrechtsverletzungen und die Abholzung von Wäldern für die grüne Frucht werden kritisiert. Die deutschen Supermärkte sind zumeist mit Avocados bestückt, die aus Peru, Chile oder Spanien stammen. Damit haben wir zwar nichts mit der Guacamole-Krise in Mexiko zu tun, aber der ökologische Fußabdruck sieht nicht viel besser aus.






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, faz.net

Schlagwörter: Mexiko, Avocado, Krise, Export, USA, Guacamole, Nationalgericht, Dip, Markt, Handel, Klimawandel, Wasser, Ressourcen