Unser Service für Sie


 [ » Newsletter ]

[ » zum Kontakt-Formular ]

[ » Material bestellen ]

[ » Geschenke bestellen ]



Videos aus unseren Projekten finden Sie auf unserem Youtube-Kanal.
[ » Gebende Hände – Youtube-Kanal ]


Wenn Sie Kunde von Amazon sind, können Sie Gebende Hände bei jedem Einkauf unterstützen – jedes Mal mit 0,5% des Kaufpreises. [ » Ja, das will ich.]


Uganda: Ebola verbreitet sich auf schmalen Pfaden

Meldung vom 23.07.2019

In Uganda befürchtet man eine weitere Ausbreitung von Ebola. Es bereitet Schwierigkeiten, die Seuche unter Kontrolle zu bekommen, weil die Grenzen zum Nachbarland Kongo durchlässig sind.

Schon immer passieren die Bewohner der beiden Länder ohne Formalitäten die grüne Grenze. Und die Verwandtschaftsbeziehungen über die Grenze hinweg werden gut gehegt. Die üppig bewachsene Gegend an der Grenze zwischen Kongo und Uganda ist von zahlreichen Trampelpfaden durchsetzt. Menschen von beiderseits der Grenze wandern auf die jeweils andere Seite, um Verwandte, Freunde oder einen der belebten Märkte zu besuchen. Das Risiko dabei ist, dass Träger des tödlichen Ebola-Virus unter diesen Menschen sein könnten und so die Erfolgschancen verkleinert werden, den jüngsten Ausbruch der Seuche im Osten der Demokratischen Republik Kongo in den Griff zu bekommen. Inzwischen sind dort mehr als 1.600 Menschen an den Folgen der Krankheit gestorben.

Der belebte Grenzposten Mpondwe ist täglich ab 7 Uhr zwölf Stunden lang geöffnet. Nach Einbruch der Dunkelheit bewegen sich die Menschen aber auf den schmalen „Panyas“, der Kisuaheli-Ausdruck für „Mäusepfade“, vorwärts. Die Wege dokumentieren, wie eng die Verbindung zwischen beiden afrikanischen Staaten ist. Die meisten Bewohner der Gegend haben Familie auf beiden Seiten der Grenze. Doch in Zeiten von Ebola bereitet das den Ärzten und örtlichen Behörden Kopfzerbrechen.

Der Kongo ringt seit August vergangenen Jahres mit einem Ebola-Ausbruch im Osten des Landes. Nun sprang die Seuche auf das Nachbarland Uganda über. „Die Grenze ist sehr durchlässig“, meint James Mwanga, ein ugandischer Polizist, der für den Grenzposten Mpondwe eingeteilt ist. Man habe keinen Überblick darüber, wer die inoffiziellen Grenzübergänge genommen habe. „Wir haben unsere Wachsamkeit erhöht“, sagt er, aber das reicht nicht aus.

Die aktuelle Ausbreitung in Ostkongo ist die zweitgrößte in der Geschichte des tödlichen Virus. Noch verheerender wirkte sich eine Epidemie in Westafrika aus, bei der 2013 bis 2016 mehr als 11.000 Menschen starben. Trotz entwickelter Impfstoffe ist der aktuelle Ausbruch vor allem schwer einzudämmen. Der Osten Kongos gilt als permanente Unruheregion, Rebellen haben dort medizinische Zentren überfallen, und in der Bevölkerung gibt es Misstrauen gegen die Impfungen und damit Widerstand gegen Maßnahmen zur Eindämmung der Seuche. Das Virus wird leicht durch engen Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen.

Die Maßnahmen gegen die im Kongo wütende Seuche Ebola sollen nach der Ausrufung eines internationalen Gesundheitsnotstands durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) intensiviert werden. Die Experten wollen aber vermeiden, dass Hysterie entsteht, und wollen die betroffenen Länder nicht durch Handelsbeschränkungen oder Flugunterbrechungen voneinander separieren. „Es muss unbedingt vermieden werden, dass die betroffenen Menschen durch Reise- oder Handelsbeschränkungen wirtschaftlich bestraft werden“, unterstrich der Ausschuss. Man habe nicht vor, Grenzen zu schließen.

Bislang konzentrieren sich Helfer darauf, Angehörige und Freunde von Betroffenen sowie deren Kontakte zu impfen. Dafür sei genug Impfstoff in Reserve, betont die Regierung. Menschen ausfindig zu machen, die sich möglicherweise in der Nähe eines Infizierten befunden haben, ist daher entscheidend. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation wurden in Uganda schon über 100 Ebola-Kontakte ausgemacht.

Der Ausbruch sei ein „außergewöhnlicher Vorgang“ und bereite große Sorge. An vielen Grenzübergängen werden Reisende dazu aufgefordert, ihre Hände in gechlortem Wasser zu waschen und sie müssen ihre Körpertemperatur messen lassen, bevor sie die Grenze passieren dürfen.

Beim ersten Auftreten im Jahr 2000 in Uganda steckten sich im Norden des Landes 425 Ugander an, mehr als die Hälfte von ihnen kamen dabei ums Leben. Ein weiterer Ausbruch 2007 raubte 37 Menschen in Bundibugyo das Leben. Offiziellen Zahlen zufolge überqueren bei Mpondwe täglich bis zu 800 Kongolesen zu Fuß die Grenze nach Uganda.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „nwzonline.de“

Schlagwörter: Uganda, Ebola, Seuche, Infektion, Verbreitung, Kongo, Grenze, grüne Grenze, Impfung, Impfdosen, Weltgesundheitsorganisation, Medizin, Aberglaube