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Äthiopien: Ministerpräsident Abiy Ahmed erhält Hessischen Friedenspreis

 
Meldung vom 26.09.2019

Abiy Ahmed hat im vergangenen Jahr gerade drei Monate nach seinem Amtsantritt als äthiopischer Ministerpräsident den schon seit Jahrzehnten tobenden Krieg mit dem Nachbarland Eritrea beigelegt und leitete ein historisches Friedensabkommen mit dem langjährigen Erzfeind ein. Am Montag (23.09.2019) wurde dem mit 43 Jahren jüngsten Regierungschef Afrikas dafür der Hessische Friedenspreis verliehen.

Ministerpräsident Volker Bouffier lobte Abiy bei seiner Laudatio im Hessischen Landtag als Vorbild und sprach sich dafür aus, dass sein politischer Kurs ohne Repression und Gewalt, dafür aber mit Versöhnung und Dialog, ein Modell auch für andere Staaten des Kontinents sein sollte. „Wir wollen ein Zeichen für die Demokratie und den Frieden setzen und Abiy Ahmed bekräftigen, seinen Weg weiter zu verfolgen“, sagte Landtagspräsident Boris Rhein (CDU) und formulierte mit diesem Satz den Grund für die Ehrung.

Der Angesprochene war allerdings nicht selbst bei der Preisverleihung zugegen, sondern ließ sich durch seine Friedensministerin Muferiat Kamil vertreten. Sie ist eine einflussreiche Frau in Äthiopien, ihr obliegt die Leitung über Geheimdienst, Bundespolizei und Grenzschutz. Im Namen des Preisträgers brachte sie zum Ausdruck, dass man den eingeschlagenen Weg entschlossen weiter gehen wolle. Auch bei der Stabilisierung der Region will Abiy demnach mitwirken und etwa im Konflikt um den Südsudan eine Vermittlerrolle spielen.

Besonders positiv hebt die Stiftung des mit 25.000 Euro dotierten Hessischen Friedenspreises in der am Montag verlesenen Urkunde zudem die innenpolitischen Reformen des äthiopischen Regierungschefs hervor, die Bouffier auch in der Laudatio ansprach. So hob Ahmed den Ausnahmezustand auf, setzte über 1.000 politische Gefangene auf freien Fuß, lockerte den Umgang mit der lange verfolgten Opposition und sorgte dafür, dass die Hälfte der Posten seines Kabinetts an Frauen ging. Selbst nach einem Putschversuch habe er voriges Jahr in einer Fernsehansprache seinen Gegnern noch Versöhnung in Aussicht gestellt, unterstrich der hessische Ministerpräsident. „Zu all dem gehört viel Mut und Kraft“, meinte Bouffier.

Friedensministerin Muferiat betonte, in ihrem Land seien schon viele Ziele verwirklicht worden. Doch man müsse sich auch noch großen weiteren Herausforderungen stellen. Sie schloss ihre Rede mit einer ausdrücklichen Einladung an deutsche Politiker und Unternehmer, die das Land wirtschaftlich stärken könnten. Politiker und Unternehmer aus Deutschland seien in Äthiopien jederzeit willkommen, erklärte sie.






Quelle: „Mannheimer Morgen“, www.morgenweb.de

Schlagwörter: Äthiopien, Abiy Ahmed, Ministerpräsident, Hessischer Friedenspreis, Reformen, Demokratie, Frieden, Boris Rhein, Laudatio, Stiftung, Muferiat Kamil, Firedensministerin, Volker Bouffier
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