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Somalia: Heuschreckenplage vernichtet Ernte

 
Meldung vom 17.01.2020

Somalia wird von der schlimmsten Heuschreckenplage seit 25 Jahren heimgesucht. Die Angaben stammen von der Food and Agriculture Organisation (FAO). Somaliland, Puntland and Galmudug sind die am härtesten betroffenen Regionen. Dort sind insgesamt 70.000 Hektar Land befallen von Heuschrecken, die auch ihre Larven in die Kornähren ablegen. Sie schädigen somit die gesamte Kornernte und bedrohen die Existenz der Menschen, die in ländlichen Gebieten um ihr Überleben kämpfen. Besonders Somalia trifft dies hart, denn das Land ist ohnehin geschwächt durch wiederkehrende Dürren und Überflutungen. Terror und Gewalt durch die immer noch starke Al-Schabaab-Miliz tun ihr Übriges.

Laut der FAO wird auch in der nächsten Zeit mit Heuschreckenplagen zu rechnen sein, da die außergewöhnlich heftigen Niederschläge die Vermehrung dieser Schädlinge begünstigen. Die UN arbeitet eng mit der Regierung zusammen, um einer weiteren Ausbreitung entgegenzuwirken. Das soll besonders durch das Versprühen von Schädlingsbekämpfungsmitteln geschehen

„Da das Wetter die Verbreitung der Heuschrecken begünstigt, muss damit gerechnet werden, dass sich die Vermehrung der Insekten bis zum März oder April 2020 fortsetzt. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass sich die Plage über ganz Ostafrika ausweiten wird”, sagte David Phiri, Koordinator für Ostafrika von FAO.

Die Wüsten-Heuschrecken werden als verheerende Plage eingestuft, weil die Schädlinge große Flächen befallen und den Nutzpflanzen und jeglicher Vegetation großen Schaden zufügen. Ein typischer Schwarm von Wüsten-Heuschrecken besteht aus bis zu 150 Millionen Insekten pro Quadratkilometer. Die Schwärme nutzen den Wind und können sich so bis zu 150 Kilometer pro Tag fortbewegen. Ein durchschnittlicher Schwarm ist in der Lage, Nahrung für 2.500 Menschen für ein Jahr zu vernichten.

Auch in Kenia ist man alarmiert: Experten warnen, die Ernährungssicherheit des Landes sei bedroht und damit auf lange Sicht auch die Wirtschaft. Die Schädlinge könnten bis zu 70 Prozent der Ernte auf Mais-, Kaffee-, Gemüse- und Teeplantagen vertilgen. Dies könne akuten Hunger in der Bevölkerung auslösen.

Das Landwirtschaftsministerium in Nairobi richtete ein Informationszentrum ein, um die Bevölkerung über die Heuschreckenschwärme aufzuklären. Dort werden auch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Plage organisiert. Unter anderem kommen Sprühflugzeuge zum Einsatz. Die Insekten in Kenia kommen aus den Nachbarländern Somalia und Äthiopien. Die Situation sei durch ungewöhnliche starke Regenfälle und einen Zyklon auch in Kenia noch verschärft worden.


Video-Beiträge zu diesem Thema

 Heuschrecken verschlingen Ernte in Somalia




Quelle: „reliefweb“, www.reliefweb.int

Schlagwörter: Somalia, Heuschrecken, Schädlinge, Heuschrecken-Plage, Insekten, Regen, Niederschläge, Klima, Wetter, Wetterextreme, Hunger, Hungersnot, Ernte, Schädlings-Befall, Ostafrika, Dürren, Überflutungen, Schwärme, Sprühflugzeuge, Schädlingsbekämpfungsmittel, Nahrung, Felder, Landwirtschaft, Plantagen, Kenia