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Honduras: Wohin mit den Corona-Leichen?

 
Meldung vom 05.05.2020

In Honduras' Hauptstadt Tegucigalpa haben sich hunderte Menschen gegen die Beisetzung von Corona-Toten in ihrer Nähe zur Wehr gesetzt. Die Anwohner des nahe gelegenen Friedhofs haben Sorge, sich durch das Grundwasser anzustecken.

Insgesamt ist der Umgang mit den Toten in Lateinamerika schwierig. Oft weiß keiner genau, wie viele Menschen schon an der Virusinfektion gestorben sind. Und alle sind sich unsicher, was mit den Leichen geschehen soll. Der öffentliche Abtransport der Toten funktioniert nicht mehr gut.

Bei vielen Familien steht im Wohnzimmer des Hauses ein neues Möbelstück. Es ist ein Sarg. Die Organisation von Beerdigungen ist in Corona-Zeiten problematisch. Manche Angehörige müssen ertragen, dass der Leichnam ihres geliebten Verwandten in irgendeinem Container außerhalb des Friedhofs mit den Überresten von Hunderten anderen Menschen liegt.

Was sich anhört wie eine Szene aus einem Horrorfilm, ist Realität in Guayaquil, der größten Stadt Ecuadors. Dort ist die Lage alptraumhaft. Man wird konfrontiert mit Toten, die in Häusern verwesen oder die sich in Leichenhallen und Containern türmen, viele von ihnen noch nicht einmal identifiziert. Die Krankenhäuser sind überfüllt und können schon längst nicht mehr allen Patienten gerecht werden.

Der schnelle Anstieg von Todesfällen hat die ganze Stadt in ein Leichenschauhaus verwandelt. Weil die Krankenhäuser keine Betten mehr zu vergeben haben, sterben manche Menschen zu Hause. Einer von ihnen war Tomás Tumbaco, der am frühen Morgen des 22. März den Symptomen von Corona erlag. Er rang mit Husten, Fieber und Atemproblemen.

Seine Angehörigen verhüllten den Leichnam mit einem rosa Tuch. Immer wieder riefen sie die Notrufnummer an, erfolglos, berichtet seine Tochter Clarisa Tumbaco. Es verbreitete sich übler Geruch. Erst nach drei Tagen wurde der tote Körper abgeholt. Andere Familien mussten sogar 10 Tage warten.


Video-Beiträge zu diesem Thema

 Honduras: Proteste gegen Corona-Beisetzung




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Die Tageszeitung“, taz.de

Schlagwörter: Honduras, Corona, Pandemie, Corona-Virus, Infektion, Tote, Leichen, Leichname, Ansteckung, Friedhof