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Philippinen: Militanter Hausarrest

Meldung vom 15.06.2020

Angesichts der Corona-Pandemie greifen vor allem autoritäre Staatschefs zu heftigen Maßnahmen. Es werden stringente Ausgangssperren verhängt. Der philippinische Staatschef, Rodrigo Duterte, droht seiner Bevölkerung sogar mit Erschießung, wenn sie das Haus verlassen.

Seit mittlerweile dreieinhalb Monaten müssen sich die Menschen auf den Philippinen einer Ausgangssperre unterordnen, die vom Staatschef Rodrigo Duterte angeordnet wurde. Der Inselstaat hat nach aktuellem Stand über 26.000 Infizierte und über 1.000 Verstorbene registriert – die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen.

Zu Beginn der Corona-Pandemie dachte der philippinische Präsident noch, ein „weicher“ Lockdown könnte ausreichen. Vor allem um die Hauptstadt Manila herum sollten die Leute sich in häusliche Quarantäne begeben. Nachdem dies die Entwicklung nicht abbremste, beschloss Duterte schärfere Maßnahmen. Aus der weichen Quarantäne wurde nun eine harte Quarantäne. Den Menschen wurde gedroht, man werde sie erschießen, sollten sie ihr Haus verlassen.

An jeder Straßenecke der Hauptstadt wurden Militärs oder Wachmänner aufgestellt, um die Auflagen durchzusetzen. Nur eine Person pro Haushalt darf überhaupt aus dem Haus gehen, um Einkäufe zu tätigen. Ebenso wurde in dem Zuge die Presse- und Meinungsfreiheit stark beschnitten, beispielsweise wurde der größte nationale Fernsehsender ABS-CBN geschlossen.

Die Situation auf den Philippinen kann man nicht mit Deutschland vergleichen. Es ist kaum möglich, die gesundheitlichen Richtlinien zu befolgen. Hygienemaßnahmen, wie soziale Distanz, kann man in den eng bewohnten Slums nicht einhalten. Nachdem er einen Notfallplan und finanzielle Hilfen beschlossen hatte, versuchte Duterte, die Slums mit Hilfsgütern zu versorgen. Aufgrund der schlechten hygienischen Zustände infizierten sich die Leute beim Warten an den Ausgabestellen der Hilfsgüter jedoch automatisch.

Schnell stellte die Regierung diese Hilfsmaßnahme wieder ein. Als die wartende Menge erkannte, dass sie die versprochenen Hilfsgüter nicht erhalten werde, demonstrierte die Masse gegen die Regierung. Duterte polterte: „Statt Ärger zu machen, werdet ihr von mir ins Grab geschickt.“ Es ist nichts Neues, dass Duterte seiner Bevölkerung mit Gewalt droht. Eine Person wurde tatsächlich erschossen, und 40.000 weitere Menschen kamen ins Gefängnis.

Viele Menschen sind in Kriminalität verwickelt, um der Armut irgendwie zu entkommen. Der Drogenhandel blüht. Duterte hat der Drogenkriminalität mit harten Maßnahmen den Kampf angesagt. Daraus ergaben sich maßlos überfüllte Gefängnisse. Damit es dort nicht zu einem unkontrollierbaren Zustand kommt, setzte die Regierung mittlerweile über 10.000 Menschen aus den Strafanstalten wieder auf freien Fuß.




Quelle: „perspektive-onilne.net“, www.perspektive-online.net

Schlagwörter: Philippinen, Corona, Pandemie, Hausarrest, Quarantäne, Rodrigo Duterte, Slums, Hygiene, Ansteckung