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Indien: Tödliche Konflikte im Himalaya

Meldung vom 17.06.2020

Erneut ist es in der Unruheregion im Himalaya zu Ausschreitungen gekommen. An der Grenze zwischen Indien und China haben sich Soldaten beider Staaten in ein Gefecht verwickelt. Dabei sollen mindestens 20 indische Soldaten getötet worden sein. Der Grenzverlauf in der Region ist immer noch nicht klar geregelt.

Bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen chinesischen und indischen Soldaten sind nach Angaben der indischen Armee Tote auf beiden Seiten zu beklagen. Demnach kamen mindestens 20 indische Soldaten ums Leben.

17 von ihnen seien gestorben, nachdem sie schwer verletzt wurden und in diesem Zustand die Temperaturen von unter null Grad sowie die große Höhe nicht überleben konnten. Auch auf chinesischer Seite wurden Tote verzeichnet, hieß es in Neu-Delhi ohne weitere Details.

Der Kampf sei Montagnacht (15.06.2020) in der umstrittenen Grenzregion Ladakh im Himalaya ausgebrochen. China beschuldigte die indischen Soldaten, den Zusammenstoß herausgefordert zu haben. Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Zhao Lijian, berichtete, indische Truppen hätten am Montag zweimal die Grenze übertreten und chinesische Soldaten „provoziert und angegriffen“. Eine „schwere körperliche Auseinandersetzung“ war die Folge.

Der Verlauf der 3.500 Kilometer langen Grenze zwischen beiden Staaten ist an einigen Stellen nicht geklärt. 1962 haben beide Staaten einen kurzen Krieg um ihre Grenze im Himalaya geführt, aus dem China als Sieger hervorgegangen ist. Peking beharrt darauf, heute etwa 90.000 Quadratkilometer eines Gebiets zu besitzen, das sich unter der Kontrolle Neu-Delhis befindet. Entlang der Grenze kommt es immer wieder zu Streitigkeiten.

Die USA appellierten derweil an China und Indien, den Grenzkonflikt friedlich zu lösen. Ein Sprecher des US-Außenministeriums hob hervor, dass die Entwicklung in der Grenzregion von der US-Regierung genau verfolgt werde.

Hintergrund der jüngsten Zerwürfnisse könnte die Entscheidung Indiens vom vergangenen Jahr sein, das vor allem von Buddhisten bewohnte Ladakh von dem übrigen, mehrheitlich von Muslimen bewohnten Jammu und Kaschmir abzusondern und zu einem eigenen Bundesgebiet auszurufen. Damit würde der indische Einfluss in der Region erweitert werden. China hat dagegen scharf protestiert und den Vorgang eine „Untergrabung“ seiner territorialen Integrität genannt.

Mit Argwohn beobachtet Peking ferner, wie der Rivale Indien sich stärker mit den USA verbündet, während Trump zunehmend antichinesische Politik betreibt. Auch erregt der Bau von Straßen und Brücken in dem umstrittenen, von den Indern beanspruchten Grenzgebiet Ärger. Umgekehrt hat aber auch China seine Bautätigkeiten in der Region aufgestockt, was Indien wiederum beanstandet.

Inzwischen haben beide Atommächte ihren Willen kundgetan, den Grenzstreit nach den Worten Pekings über „diplomatische und militärische“ Kanäle beizulegen. Das bekräftigte Zhao Lijian, der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, am Mittwoch (17.06.2020) gegenüber Medien.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „ARD-Nachrichten online“, ard.de

Schlagwörter: Indien, Himalaya, Grenze, China, Soldaten, Tote, Gefecht, Kampf, Grenzübertretungen, Ladakh, Jammu, Kaschmir, Grenzstreit, Militär, Diplomatie, Buddhisten, Muslime