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Kenia: Wegen Corona – Freipass für Polizeigewalt

 
Meldung vom 13.07.2020

In Kenia gibt es immer mehr Polizeigewalt. Grund dafür sind vor allem die staatlichen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus, die den Beamten oft einen Freipass für hartes Vorgehen gegen die Zivilbevölkerung geben. Nun erschoss ein Polizist einen 13-jährigen Jungen.

Dieser tragische Tod eines Kindes macht einen betroffen: Ein Junge aus Kenia wurde bereits im März völlig willkürlich auf dem Balkon der Wohnung seiner Eltern von einem Polizisten erschossen. Ein Polizeitrupp war im Wohngebiet in einem Slum der Hauptstadt Nairobi im Einsatz, um dafür zu sorgen, dass die Corona-Ausgangssperre eingehalten wird. Dann schoss ein Polizist auf einen Jungen, der unbeteiligt auf einem Balkon stand.

In dem ostafrikanischen Land sind Angriffe durch Beamte leider an der Tagesordnung: In Kenia ist Polizeigewalt seit vielen Jahren ein Konfliktpunkt. Die Corona-Krise hat die Lage nun deutlich verschlimmert. Menschenrechtsorganisationen melden mehr als 100 Tote durch Polizeigewalt in den vergangenen fünf Monaten – 40 Prozent mehr als im selben Zeitraum des vergangenen Jahres.

Für den 13-Jährigen aus Nairobi bedeutete das Eingreifen der Polizisten der Tod: Die Kugel des Beamten traf ihn in den Bauch. Zwar kam das Kind umgehend ins Krankenhaus, dort ist es aber an der Schusswunde gestorben. Der Junge soll mit seinen Geschwistern auf dem Balkon gespielt haben, als ihn die Kugel traf.

Der Todesschütze musste sich vor Gericht verantworten, wurde jedoch schnell auf Kaution freigelassen. Die Familie des Opfers ist nun in Sorge: Kollegen des angeklagten Polizisten lungern regelmäßig an ihrem Haus herum, schüchtern die Angehörigen ein. Trotzdem erklärten sich die Nachbarn solidarisch mit den Opfern: Riesige Graffitis mit dem Gesicht des Jungen bringen das Verbrechen der Ordnungshüter in Erinnerung. Erst nach Massenprotesten wurde der verantwortliche Polizist festgenommen.






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „RTL“, rtl.de

Schlagwörter: Kenia, Corona, Pandemie, Virus, Polizeigewalt, Ausgangssperre, 13-Jähriger, Junge, Opfer