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Hunger: Welthunger-Index 2020 – Corona lässt Zahl der Hungernden explodieren

 
Meldung vom 13.10.2020

Kriege, Dürren und Heuschreckenplagen haben dafür gesorgt, dass die Zahl der Hungernden weltweit seit fünf Jahren wieder zunimmt. Jetzt ist ein weiteres Problem aufgetaucht, dass die Lage zuspitzt. Die Welthungerhilfe befürchtet einen katastrophalen Anstieg von Hunger und Armut weltweit durch die Corona-Pandemie.

Besonders in Afrika südlich der Sahara und in Südasien sei die Situation schon vor der Pandemie sehr angespannt gewesen, sagte die Präsidentin der Organisation, Marlehn Thieme, am Montag (12.10.2020) bei der Vorstellung des Welthunger-Index 2020 in Berlin. „Covid-19 wirkt wie ein Brandbeschleuniger.“ Zusätzlich werde die Notsituation durch die Folgen des Klimawandels wie zunehmende Dürrekatastrophen verschlimmert.

Ende 2019 waren 690 Millionen Menschen in mehr als 50 Ländern von chronischem Hunger betroffen, 135 Millionen sind jetzt angesichts der Corona-Pandemie mit einer akuten Ernährungskrise konfrontiert, erklärt die Welthungerhilfe. Die Fortschritte bei der Hungerbekämpfung seien viel zu klein, um weltweit „null Hunger“, das Ziel der Vereinten Nationen für das Jahr 2030, zu erreichen. „Wenn wir bei der Hungerbekämpfung so weitermachen wie bisher, werden es 37 Länder bis 2030 nicht schaffen, ein niedriges Hungerniveau zu erreichen“, betonte Präsidentin Thieme.

Laut Welthunger-Index wächst die Zahl der Hungernden weltweit seit fünf Jahren wieder. In 14 Ländern habe der Hunger seit 2012 wieder zugenommen. Dafür werden neben dem Klimawandel vor allem Konflikte wie in Syrien und im Jemen angeführt. Jetzt spitzt Corona die Lage zu. Einige Details aus dem Bericht:

Für 31 Länder stuft die Welthungerhilfe die Situation als ernst ein und für fünf Länder als sehr ernst: Osttimor in Südostasien sowie Tschad, Madagaskar, Kongo und die Zentralafrikanische Republik. Zu den Ländern, in denen der Hunger zunimmt, zählen Haiti, Liberia und Venezuela. Dort kämpfen inzwischen ein Viertel bis die Hälfte der Bevölkerung mit Hunger.

Kinder sind besonders stark durch Hunger in Mitleidenschaft gezogen: Weltweit sind 144 Millionen Kinder wegen Unterernährung zu klein für ihr Alter; 47 Millionen Kinder ringen mit Auszehrung; 2018 starben 5,3 Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag – häufig an den Folgen von Mangelernährung.

Wenn die Ernährungslage sich weiter so entwickelt wie derzeit absehbar, könnte die Zahl der unterernährten Menschen in den nächsten zehn Jahren auf 840 Millionen klettern, schätzt die Welthungerhilfe. „Hierbei sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie noch nicht eingerechnet.“






Quelle: „Merkur“, www.merkur.de

Schlagwörter: Hungerhilfe weltweit, Hunger, Welhunger-Index, Welhunger-Index 2020, Welthungerhilfe, Corona, Corona-Pandemie, Pandemie, UN, Milleniumsziele, Unterernährung, Kinder, Hungerbekämpfung, Dürre, Heuschrecken, Kriege