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Somalia: Streit mit Kenia

Meldung vom 15.12.2020

Somalia hat den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu seinem Nachbarland Kenia eingeleitet. Die Regierung in Mogadischu will nicht länger akzeptieren, dass Kenia sich „immer wieder in innere Angelegenheiten einmischt“. Schon seit längerem gibt es ein Machtgerangel beider Länder um ein Gebiet im Indischen Ozean.

Somalia hat die diplomatischen Kanäle zu seinem Nachbarland Kenia eingefroren. Als Begründung führte Informationsminister Osman Dubbe an, dass der Nachbarstaat sich immer wieder in innere Angelegenheiten einmische und die Souveränität seines Landes missachte. „Die Regierung und das Volk von Somalia können solche Verletzungen nicht mehr hinnehmen“, erklärte Dubbe. „Wir erklären daher, dass wir unsere Beziehungen mit Kenia aufgelöst haben.“

Er kritisierte die derzeitige kenianische Regierung, sie würde beide Länder voneinander entfremden. Kenianischen Diplomaten wurden nun sieben Tage Zeit eingeräumt, Somalia zu verlassen. Im Gegenzug würden somalische Gesandte aus Nairobi in die Heimat zurückbeordert.

Die ostafrikanischen Staatschefs wollen laut Dubbe am Sonntag (20.12.2020) in Djibouti zusammenkommen, um über die Lage zu beraten. Eine Stellungnahme Kenias blieb zunächst aus.

Zwischen den beiden Nachbarn am Horn von Afrika haben sich mehrere Konflikte aufgestaut: So haben beide Länder eine unterschiedliche Meinung, zu wessen Herrschaftsgebiet ein bestimmtes Seegebiet an der Stelle zählt, an der die gemeinsame Landgrenze auf den Indischen Ozean stößt.

Ausgerechnet in diesem Gebiet soll es ein reiches Erdöl- und Erdgasvorkommen geben. Dieses Gebiet hatte schon einmal eine Krise in der Beziehung zwischen den beiden Ländern herbeigeführt. Vor einem Jahr entspannte sich die Lage, und beide Staaten normalisierten ihre Beziehungen wieder.

Auch die enge Bindung zwischen Kenia und der ostafrikanischen Republik Somaliland, die sich einseitig von Somalia unabhängig erklärt hat, missfällt Mogadischu. Sie ist möglicherweise ein weiterer Grund für die Krise: Der Präsident von Somaliland, Musa Bihi Abdi, stattet derzeit Nairobi einen Besuch ab und wurde dort am Montag (14.12.2020) von Kenias Staatsoberhaupt Uhuru Kenyatta begrüßt.




Quelle:  „Deutsche Welle“, dw-world.de

Schlagwörter: Somalia, diplomatische Beziehungen, Kenia, Mogadischu, Abbruch, Diplomaten, Einmischung, innere Angelegenheiten, Seegebiet, Indischer Ozean, Somaliland, Herrschaftsgebiet, Uhuru Kenyatta