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Global: Die Pandemie und das Wasser

Meldung vom 23.03.2021

Wie wichtig Wasser ist, verdeutlich die Pandemie derzeit drastisch. Während die Menschen in Deutschland sich dutzende Male am Tag die Hände waschen, fehlt in Entwicklungsländern die kostbare Ressource zum Händewaschen in manchen Regionen völlig. Die lebenswichtige Ressource Wasser muss aus Expertensicht deutlich mehr in den Fokus politischen Handelns gerückt werden. Zwar habe die Weltpolitik die Bedeutung von Wasser erkannt, lautet es im aktuellen Weltwasserbericht, den die UNESCO im Auftrag der Vereinten Nationen erstellt hat. Daraus resultierten aber nicht ausreichend adäquate Maßnahmen.

Die wasserwirtschaftliche Infrastruktur werde noch immer nicht ausreichend in den Budgets der Staaten berücksichtigt, Wasser werde verschwendet und verschmutzt. Die Folgen dieser Politik treten dem Bericht zufolge umso schärfer in der Corona-Pandemie hervor.

Die Pandemie ziehe weltweit die Menschen am stärksten in Mitleidenschaft, die in Siedlungen oder Slums hausen müssten, erklären die Expertinnen und Experten. Menschen, die in diesen dicht besiedelten Gebieten lebten, hätten oft nur wenig Zugang zu Gesundheitseinrichtungen, müssten sich in überfüllte öffentliche Verkehrsmittel begeben und litten zudem unter fehlenden kommunalen Dienstleistungen wie Müllentsorgung. Weltweit verfügen dem Bericht nach mehr als zwei Milliarden Menschen nicht über sicheres Trinkwasser.

Mehr als vier Milliarden Menschen müssten ohne Sanitäranlagen auskommen, mehr als drei Milliarden haben noch nicht einmal ein Handwaschbecken zur Verfügung. Das Händewaschen sei aber entscheidend, um die Ausbreitung von Pandemien wie Covid-19 einzudämmen. „Die meisten Haushalte sind auf die tägliche Arbeit angewiesen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, und haben keine Ersparnisse oder finanziellen Puffer (...) um grundlegende Dienstleistungen wie Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene zu bezahlen“, heißt es. Kenias Regierung habe zum Beispiel in der Krise allen Wasserdienstleistern angeordnet, Slums und gefährdeten Gruppen drei Monate lang kostenlos Wasser zur Verfügung zu stellen.

Der UN-Bericht verlangt, dass der grundlegende Wert von Wasser erfasst werde und gemessen werden müsse. Nur so könne er schließlich auch in politische Entscheidungen miteinfließen. Die wasserwirtschaftliche Infrastruktur umfasse die Speicherung und den Transport von Wasser und sei damit von großem sozialem und wirtschaftlichem Nutzen, schreiben die Expertinnen und Experten. Die entscheidende Rolle von Wasser in Haushalten, Schulen, im Gesundheitswesen oder am Arbeitsplatz werde zu oft unterschätzt. „Der Zugang sowohl zu Wasser als auch zu sanitären Einrichtungen ist ein Menschenrecht.“

Anders als bei anderen Ressourcen sei es aber problematisch, den „wahren Wert des Wassers“ festzulegen. Daher sei das Thema Wasser in vielen Teilen der Welt nicht ausreichend im Blickfeld der Entscheidungsträger – entsprechend fehlten Investitionen. Folgen sei ein starkes Ungleichgewicht in der Lebensqualität der globalen Bevölkerung und oft eine nicht notwendige Verschwendung der Wasser-Vorräte. Die Autorinnen und Autoren des Berichts raten, den Wert von Wasser mit neuen Methoden zu bemessen. Dafür müssten neue ganzheitliche Ansätze der Bewertung in Erwägung gezogen werden, da der Preis für das Wasser nicht den Wert des Wassers widerspiegelt. „In mancher Hinsicht ist der Wert des Wassers unendlich, da das Leben ohne es nicht existiert und es keinen Ersatz dafür gibt“, lautet es im Bericht.




Quelle: „Marbacher Zeitung“, www.marbacher-zeitung.de

Schlagwörter: Globale Projekte, Wasser, Ressource, UN-Weltwasserbericht, Weltwasserbericht, UN, Pandemie, Corona, Covid-19, Hygiene, Sanitäranlagen, Händewaschen, Wert des Wassers, Slums