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Äthiopien: Soldaten und sexuelle Gewalt gegen Frauen in Tigray

Meldung vom 10.05.2021

Die äthiopische Regierung hat erstmals zugegeben, dass Polizisten und Soldaten im November 2020 bei dem militärischen Vorgehen gegen Unruhen in der nördlichen Region Tigray zahllose Vergewaltigungen verübt haben.

116 Menschen hätten im Rahmen einer Untersuchung ausgesagt, während einer Militäroffensive zur Einnahme der Stadt Axum vergewaltigt worden zu sein, lautete es in einer Mitteilung des Generalstaatsanwaltes am Montag (10.05.2021). Demnach sollen Augenzeugen auch Bundespolizisten und Soldaten als Täter identifiziert haben.

Den Angaben nach sollen 93 Menschen während der Kämpfe am 27. November getötet worden sein. Tausende Menschen wurden vertrieben. Untersuchungen hätten jedoch ergeben, dass die meisten Todesopfer Kämpfer und keine Zivilisten gewesen sein sollen, hieß es weiter.

Zu anderen Ergebnissen kamen Menschenrechtsorganisationen. Amnesty International beispielsweise hatte die Vorfälle in Axum unter die Lupe genommen. Dabei hatte Amnesty die Namen von mehr als 240 Getöteten registriert, und äthiopische und eritreische Truppen beschuldigt, Kriegsverbrechen begangen zu haben.

Am Freitag hatte das Oberhaupt der äthiopischen Kirche, Patriarch Abune Mathias, in einem aus dem Land geschmuggelten Video die Vorgänge in Tigray als Gräueltaten und Genozid bezeichnet.

Ministerpräsident Abiy Ahmed hatte im November in Tigray eine brutale Militäroffensive gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) in die Wege geleitet, die dort bis dahin die Region regierte. Dem Konflikt gingen jahrelange Spannungen zwischen der TPLF und der Zentralregierung voraus.

Die Kämpfe im Norden Äthiopiens uferten schnell zu einem Flächenbrand aus, an dem sich auch das Nachbarland Eritrea beteiligte. Die weiterhin schwelende Gewalt hat bereits hunderttausende Menschen in die Flucht getrieben und große Zerstörung zur Folge.

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Weiterführende Informationen

 Äthiopien: Projekt-Berichte




Quelle: „Nau“, www.nau.ch

Schlagwörter: Äthiopien, Vergewaltigungen, Frauen, Gender, Tigray, Militäroffensive, Soldaten Polizisten, sexuelle Gewalt, Genozid, Gräueltaten, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Menschenrechte, Menschenrechtsverbrechen, Abiy Ahmed, TPLF, Konflikt, Kämpfe, Eritrea